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Ausgabe März/April 2013
Burnout verstehen


Dass Menschen, die ausgebrannt sind, überlastet sind, ist unbestritten. Was führt jedoch zu dieser Überlastung? Worüber erschöpfen wir uns tatsächlich? Das neue Buch von Mirriam Prieß zeigt, dass bisher angenommene Ursachen von Burnout in Wahrheit nur Symptome sind. Erstmalig wird deutlich gemacht, dass der Aspekt von Beziehung bei Burnout-Erkrankungen die entscheidende Rolle spielt: die Beziehung zu sich selbst und die Beziehung zur Umwelt. Menschen brennen aus, weil sie den Dialog zu sich verloren haben und in den zentralen Lebensbereichen in meist konfliktreichen Beziehungen zu ihrem Umfeld stehen. Burnout ist kein Ausdruck von Schwäche. Es ist der gesunde Selbstregulationsversuch eines Menschen, der ein Leben lebt, das seiner Identität nicht entspricht. Es ist der Ausdruck eines Menschen, der sein Inneres zu Hause verloren hat und rastlos im außen funktioniert anstatt zu leben. Basierend auf langjähriger Behandlungserfahrung mit Burnout-Patienten erklärt die Ärztin und Psychotherapeutin bisher noch nicht dagewesene Zusammenhänge dieser Volkskrankheit, die nun deutlich machen, warum die Erkrankungsrate weiter zunimmt, warum viele Betroffene sich nicht mehr erholen und warum so viele Behandlungen scheitern müssen. Dabei muss dies nicht sein. Wenn bestimmte Mechanismen verstanden werden und ein Umdenken von Umfeld und Betroffenen stattfindet, kann jeder gesund und leistungsfähig bleiben oder wieder werden.

Dr. med. Mirriam Prieß, Burnout kommt nicht nur vom Stress, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 176 Seiten, ISBN: 978-3-517-08881-5, 16,99 Euro, Südwest Verlag


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