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Ausgabe Mai/Juni 2017
Schwingungen für die Entfaltung der Potentiale von ADHS-Kindern von Monika Maria Mittermair und Christian Karl Birkner


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© Miredi - Fotolia.com

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In der Klangtherapie arbeiten wir mit dem Ansatz, das Selbstfühlen mit seinem stimmlichen Ausdruck in Hinblick auf äußere Reize zu einer inneren Harmonie hin auszubalancieren. Die Gesamtheit unseres Seins, wie es sich in unseren Handlungen, Gedanken, Gefühlen und Kontakten zeigt, kann wie ein einzigartiges Musikstück verstanden werden. Dies zu entdecken, zu verstehen und zum Erklingen zu bringen, beschreibt unsere Behandlungsmethoden, welche zunächst auf die angeborenen inneren und äußeren Strukturen mittels der Astrologie eingeht, bevor sie das Muster in eine bioenergetische Entsprechung umsetzt. Wir - in unserer Persönlichkeit und unserem Körper -sind das Instrument, die Radix (das Geburtshoroskop) ist die Partitur dazu. Von der Korrelation zwischen Mikrokosmus (Mensch) und Makrokosmos (Universum) wissen wir unter anderem aus den Schriften von Paracelsus und Hermes Trismegistos und bekommen dadurch eine Ahnung, in welchen Formen sich unser Innen im Außen widerspiegelt. Dabei ziehen wir gemäß unserer Befindlichkeit all jenes ins Leben, was jenem momentanen Schwingungsmuster, das wir in uns tragen, entspricht.
Global betrachtet, mag ADHS ein Sonderfall der Reizüberflutung der Moderne sein, wenn Kinder viel anfangen und nichts zu Ende bringen, weil sie entweder wegträumen oder in ihrer Unruhe nach anderen Reizen suchen, letztlich auf eine "Jetzt-Befriedigung" drängen und nichts verfolgen können, das einen kontinuierlichen Wachstumsprozess voraussetzt. Manche Kinder fallen in eine Fixierung der PC-Welt, als Reaktion, ihre eigenen Gefühle und Empfindungen abzulenken, um sich selbst damit in etwas zu absorbieren und nicht mehr wirklich bei sich zu sein.
Kinder, deren Eltern und Lehrer verzweifeln oder sich überfordert fühlen, haben oft eine Geschichte, die auf ein Übermaß an Kreativität zurückgeht. Sie brauchen nicht nur ein Ventil, sondern auch die Freiheit für völlig eigene Wege und Vorgehensweisen, weswegen Vorgaben zum Beispiel in Kitas, Schülerläden oder Schulklassen oft blockierend auf sie wirken. Dabei sind das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und auch die verbundene Hyperaktivität sowohl aktiv als auch passiv zu verstehen. Diese Menschen, welche das Symptom meist im Alter von 10 bis 15 Jahren am auffälligsten zeigen, brauchen mehr Aufmerksamkeit als sie bekommen und haben gleichzeitig einen Mangel, ihn auf andere Subjekte und Objekte oder Tätigkeiten zu richten. Beide Seiten bedingen einander und haben eine Ursache im Mangel des In-Sich-Ruhens. Die motorische Dauerunruhe ist dabei ein Zeichen der Suche nach Leben. Oft suchen die Betroffenen genau dort nach Halt, wo eigentliche Quellen der Haltlosigkeit sind, z. B. in einem Überkonsum der audio-visuellen Maschinerie, wie in Computerspielen oder autistischem Untertauchen in Bildschirmangelegenheiten. Auf einer tiefenpsychologischen Ebene gibt es hier eine zunehmende Differenz zwischen Vorstellungskraft und Halluzination.
Das Gegenmittel zur ständigen Reizüberflutung und dem Taumeln außerhalb der eigenen Mitte ist das Sich-in-sich-Finden, dem Sedimentieren durch Klangtherapie und Innenerfahrung. Wir haben bemerkt, dass Kinder, wenn sie bespielt werden, selber tönen und mit Klängen auf bestimmten Frequenzen an bestimmten Körperteilen behandelt werden, eine neue Außen-Innen-Erfahrung machen, die ihnen ein neues Verhältnis zu sich selbst gibt. Im eigenen Tönen wird das Kind auf sich selbst aufmerksam und damit auch auf die Umwelt. Es gewinnt im Verlauf der klangtherapeutischen Behandlungen und Betätigungen nach und nach die Fähigkeit zurück, mental "nachzusitzen", entspannend zu träumen, um danach wach und präsent zu sein und weniger als vorher in einem Zwischenzustand gefangen zu sein. Die Impulsivitätskontrolle wird durch das Selbstbewusstwerden dieser Erfahrungen gestärkt. Denn das Kind lernt im bewussten Tönen die eigenen Impulse mit Freude und in der Erfahrung von Selbstfühlen kennen.
Die bioenergetischen Markierungen werden mit bestimmten Frequenzen behandelt, die individuell mittels der astrologischen Konstellationen der Radix und Testverfahren nach dem Resonanzprinzip abgestimmt werden. In der Astroenergetik werden zunächst anhand des Horoskops die Ursache und das Wesen der allgemeinen Sammeldiagnose ADHS analysiert und beschrieben. Denn der Drang, etwas intrinsisch umzusetzen, der bei diesen Kindern wie ein Beben ständige Unruhe ausstrahlt, geht bei jedem Kind ein wenig in eine andere Richtung. Ebenso sind die Ursachen der disharmonischen seelischen Konfiguration bei jedem anders gelagert. Danach wird die Art der Klangtherapie ausgerichtet, indem die persönlich fehlenden Frequenzen ermittelt werden. Oft erscheinen innere Unausgewogenheiten (wie sie sich z. B. aus scharfen planetaren Aspekten im 4. Haus ergeben) wie Bewusstseinslöcher, deren klangliche Entsprechung die Vollständigkeit des Empfindens zum Erklingen bringt. Mit den persönlichen Frequenzen finden Kinder zur Ruhe, zur inneren Mitte und können, ihrer Urschwingung allmählich näher kommend, ein Stück seelische Heimat und innere Kraft finden. Aus dieser Ruhe heraus werden sie mit zunehmender Klangerfahrung konzentrierter arbeiten und das Umfeld positiv beeinflussen.
Klangtherapie erreicht jeden Menschen und kann im speziellen Fall Aufmerksamkeitsprobleme beheben, indem sie die subkortikalen Regionen stimuliert, insbesondere das Kleinhirn, welches für die Feinabstimmung des Timings der Gedanken, Bewegungen und das Gleichgewicht sorgt. Dabei umfasst die Klangtherapie ein breites Spektrum von Bespielung mit ganzen Klangteppichen bis zur Tonpunktur auf stimmigen Wirkpunkten. Der Einsatz von Frequenzen in Verbindung mit der eigenen Stimme als Spiegel der Seele, der bei ADHS oft nach Beachtung schreit, ist dabei ein weiteres kraft- und machtvolles Mittel, um an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten. Werden Gleichgewichtsübungen mit Beachtung der Fließrichtung des Atems dazu genommen, wird das Kleinhirn ein weiteres Mal stimuliert. Eine solche ganzheitliche Behandlung hat eine sehr entspannende und vor allem zentrierende Wirkung, was ein Zu-sich-Kommen und Bei-sich-Bleiben fördert.
Ist im Horoskop die Eigenart mit Aspekten der Sonne als Bearbeitungsthema gegeben, so wird der Sonnenton mit der Frequenz 126,22, welcher zur innersten Wesenheit vordringt, die Strahlkraft des Herzens zum Erleuchten erzeugen, das Selbstvertrauen anregen. In anderen Fällen wird Frequenz 128, die nach Rudolf Steiner auf alle Chakren wirkt, innere Spannungen aufzulösen vermögen, aus Enge und Angst in die Weite führen und Lücken auffüllen. Die Frequenz 136,10 führt in die Ruhe. Es ist der Ton der Seele und an einer bestimmten Stelle des Therapieverlaufs eine Wegmarke, welche anfangs sedierend wirkt und später zum Seelenfrieden führen kann. Immer ist es eine Kombination mehrerer Frequenzen, welche auf die Persönlichkeit abgestimmt werden. Manche Menschen reagieren auf Erden-, manche auf Mondfrequenzen oder auf die Planetenfrequenzen. Es ist der Prozess, der den Menschen immer mehr zur Vollständigkeit führt. In diesem Prozess ändern sich die Reaktionen auf die verschiedenen Frequenzen, die sich erfahrungsgemäß im Verlauf der Behandlungen immer mehr den harmonischen Integrationsaspekten im Horoskop annähern.

Monika Maria Mittermair ist Bioenergetikerin, Stimm- und Atemtherapeutin, war u.a. Dozentin an der Musikhochschule in Bozen und an der Freien Universität in Brixen, Referentin für ganzheitliche Atem-und Stimmtherapie. Sie bietet Einzelbehandlungen und Seminare in Berlin an.

Christian Karl Birkner arbeitet seit über 20 Jahren als Astrologe in Berlin. Er bietet astrologische Analysen und Astrologieseminare an. Weitere Infos auch zu Seminarangeboten finden Sie auf www.astroanalysen.net


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