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Ausgabe Mai/Juni 2016
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2016. 05: Die Mariendistel - Ein Geschenk an die Leber


Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

Diese heilende Pflanze stammt aus einer Gruppe der Korbblütler und sie ist eine Distel. Der Name kommt aus einer alten Legende, nach der die weißen Flecken auf den Blättern aus der Milch der Mutter Maria sein sollen. Silybum marianum wird bis zu 1.50 m hoch, blüht rot bis violett und hat eine kräftige Wurzel. In der Medizin heute werden vor allem die Früchte genutzt. Früher war sie ein beliebtes, wenn auch bitteres Gemüse. Im 19. Jahrhundert erkannte man ihre heilende Wirkung auf die Leber. Der Hauptwirkstoff Silymarin wurde bestimmt und zeigte sogar bei Knollenblätterpilz-Vergiftungen seine positive Wirkung. Er hindert leberschädigende Substanzen am Eintritt in die Zellen durch Stabilisierung der Zellmembran. Der Gesamtinhaltsstoff-Komplex aus fettem Öl, Gerbstoffen, Farbstoffen und Mineralien fördert die Regenerationsfähigkeit der Leber. Vergessen wir nicht, welche Aufgaben die Leber im menschlichen Organismus hat: Sie produziert Eiweiße, z.B. Gerinnungsfaktoren für das Blut, sie speichert Glucose und Vitamine und sie ist zuständig für den Abbau von Stoffwechselprodukten und Medikamenten. Außerdem produziert sie die Gallenflüssigkeit. Ist der Mensch krank, die Leber geschwächt, kommt es zu folgenden Symptomen:
Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Blähungen, Schmerzen im Oberbauch, das kann sich zu „richtigen“ Erkrankungen steigern wie Gelbsucht, Wasseransammlungen, Venenproblemen bis hin zur Fettleber.
Neben der Einnahme von Mariendistel, als Präparat oder als Tee, sollte bei diesen Beschwerden unbedingt auf Alkohol und fettes Essen verzichtet werden! Eine Kombination mit anderen Leber unterstützenden Heilpflanzen, zum Beispiel als Teemischung hat sich bewährt. Sie sind fast alle bitter, es empfiehlt sich eventuell den Tee mit einigen Tropfen Zitronensaft zu beträufeln, das steigert die Verträglichkeit und erleichtert die Einnahme.
Unter dem Handelsnamen „Legalon“ wurde der Auszug aus der Mariendistel auch bei der Begleitung von Chemotherapien in der Krebsheilkunde bekannt. Heute gibt es verschiedene Präparate in der Apotheke zu kaufen.

Leber-Tee-Mischung
Schafgarbe, Löwenzahn, Artischockenblätter, Mariendistelfrüchte und Anissamen zu gleichen Teilen mischen. 2x täglich eine Tasse vor dem Essen. 1Teelöffel/pro Tasse sollte 20 Minuten zugedeckt ziehen! Bei Bedarf mit wenig Zitronensaft verfeinern, nicht süßen! Über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen trinken. Auch begleitend in der Fastenzeit oder während einer Diät.

Günstige Nahrungsmittel zur Unterstützung
Zur Verwendung in der Küche: Kartoffeln (bio, gekocht), Vollkornreis, hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl, Karotten und Rote Beete, bittere Salate und Gemüse; bei Verträglichkeit: Milchprodukte wie Jogurt/Kefir/Magerquark.

Die Autorin Cornelia Titzmann ist Dozentin für Phytotherapie und Heilpraktikerin in eigener Praxis.


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