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Ausgabe November/Dezember 2015
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2015. 11: Rote Beete - Der Farbschock

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

Beta vulgaris, auch volksmundlich der „Rahner“ genannt, gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Das ist doch mal ein toller Name. Als Gemüse kennt diese Wurzel/ Rübe wohl fast jeder. Mit den Römern kam die Pflanze nach Mitteleuropa. Sie ist eine Kulturform der wilden Rübe, auch verwandt mit der Zuckerrübe und dem Mangold. Die Wildbeete (Beta maritima) wurde auch „Seemannsgold“ genannt. Ihre Inhaltsstoffe sind vor allem die rote Farbe, genannt Betaine, sowie große Mengen an Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamine der B Gruppe, Vitamin C, Kalium, Eisen und Folsäure. Diese soll besonders Frauen helfen, welche die Pille nehmen oder schwanger werden und bleiben möchten. Auch die grünen Blätter der Pflanze können als Gemüse gegart verzehrt werden. Also nicht wegwerfen!
Traditionell wurde diese Pflanze schon immer sowohl als Nahrungsmittel als auch als Diäthetikum oder Heilpflanze angewandt. Besonders als Frischpresssaft wird sie empfohlen oder milchsauer vergoren wie in der russischen Volksmedizin und Küche. Sie gilt als blutdrucksenkend besonders für Männer, ihr werden leistungssteigernde Eigenschaften nachgesagt und blutbildend soll sie sein. In der modernen Medizin laufen immer wieder Forschungen bezüglich ihrer tumorhemmenden Eigenschaften. In der Onkologie erhofft man sich durch regelmäßige Einnahme eine bessere sogenannte innere Atmung (Zellatmung). Es gab schon in den 80er Jahren Präparate dafür (z.B. Petrasch).
Der Roten Beete werden auch positive Darmwirkungen zugeschrieben. Sie ist kalorienarm, hilft bei der Gewichtsreduktion und senkt den Cholesterinspiegel.
Sie wird auch „Wechselpflanze“ genannt. Denn sie soll in den Zeiten von erhöhtem Stress und Änderungen im Leben unterstützend wirken. Bei Krankheiten, in der Schwangerschaft, während der Mutterschaft, in der Pubertät und in der Menopause gibt sie Kraft und Gesundheit.
Vorsicht bei Nierensteinen! Die Einnahme größerer Mengen wird nicht empfohlen, da die Pflanze Spuren von Oxalsäure enthält.
Die Rote Beete ist ein ideales Wintergemüse. Stärken Sie sich damit.

Anwendungstipp:
Im Winter oder bei Beschwerden eine 6 Wochen Kur: Täglich ca. 100ml Rote Beete Muttersaft (Bioladen/Reformhaus) oder frisch gepresst mit 50ml Apfel- oder Sauerkrautsaft vermischen. Eine kleine Menge frischen Ingwer hinein reiben. Guten Appetit!

Die Autorin Cornelia Titzmann ist Dozentin für Phytotherapie und Heilpraktikerin in eigener Praxis, weitere Infos: facebook: Naturheilpraxis Cornelia Titzmann


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