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Ausgabe September/Oktober 2015
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2015. 09: Hafer - In der Ruhe liegt die Kraft

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

Die Haferflocken am Morgen für Kinder und Erwachsene, in England und Russland gerne salzig, bei uns ein Klassiker mit Milch und Zucker... besser geht‘s kaum!
Der Hafer, avena sativa, ist ein Getreide aus der Familie der Süßgräser mit dem lustigen Namen Poaceae. Im Gegensatz zu den anderen bekannten Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder Gerste wachsen die Früchte in einer Rispe und nicht in Ähren. Dadurch ist der Hafer wesentlich ertragsärmer, dafür aber umso potenter. Er enthält eine Reihe wichtiger Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Magnesium, Eisen, Vitamin B und Biotin, welches vor allem für Haut, Haare und Nägel gut ist. Den „wilden Hafer“ finden wir vorwiegend in Spanien und Nordafrika, ansonsten wächst der Hafer weltweit in den gemäßigten Zonen in vielen verschiedenen Sorten.
Besonderes als Pferdefutter hat er in Europa eine Bedeutung gehabt. Als Alleinfutter, neben Heugaben, waren selbst bei schwerer Arbeit bei den Pferden wenig Mangelerscheinungen aufgetreten. Bei Tieren, die keine körperliche Leistung erbringen müssen, führt die Fütterung von Hafer schnell zu einer Überdosierung von Eiweiß und damit zu Erkrankungen. Gerade jetzt gibt es in der kompliziert gewordenen Pferdefütterung eine Bewegung: zurück zum Hafer!
„Ihn sticht der Hafer“, hat man früher oft gehört (bei Mensch und Tier), ein Ausdruck dafür, wieviel Kraft der Verzehr von Hafer gegeben hat.
In der Medizin werden sowohl die Früchte als auch das Haferstroh genutzt.
Weil der Hafer glutenarm ist, eignet er sich bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und Darmerkrankungen hervorragend als Lebensmittel.
Er sorgt für gute Widerstandskräfte, einen erholsamen Schlaf und starke Nerven. Körperlich und psychisch bringt er Kraft und fördert die Konzentration. Davon profitieren besonderes Schulkinder und Menschen in Prüfungssituationen. Nach Gaben von Antibiotika und langer Pilleneinnahme fördert er eine gesunde Darmflora. Ansonsten gilt er als Prophylaxe gegen erhöhten Blutzucker und gutes Mittel zur Regulierung erhöhter Cholesterinwerte.
Das Haferstroh besteht aus den Stängeln ,die kurz vor der Blüte geerntet werden und kann als Tee getrunken werden . Dabei fördert es die Diurese, eine Durchspülung und Unterstützung von Niere und Blase. Sonst wird das Haferstroh als Bad empfohlen und verkauft. Es lindert Hautbeschwerden bei Ekzemen und Juckreiz. Alte Poesiealben zierte der Spruch: Lebe glücklich, lebe froh, wie der Mops im Haferstroh.
Bitte denken Sie daran, dass Empfehlungen bei Erkrankungen nur Hinweise sein können und nicht den Arzt oder Therapeuten ersetzen!

Anwendungstipp
Haferkur für 4 Wochen: morgens 1-2Eßlöffel Haferflocken in wenig heißem Wasser kurz aufkochen, mit einer Prise Meersalz würzen und als Erstes, vor dem Frühstück, verzehren!
Wirkt sich günstig bei empfindlichem Magen, Morgenübelkeit, Appetitlosigkeit und Kraftlosigkeit aus.
Cornelia Titzmann: Mehr Infos zu Kursen: www.pflanzenheilkunde-berlin.de - eine Seite der Samuel -Hahnemann-Schule Berlin. Oder auch: www.afp-berlin.net – Ich wünsche einen wundervollen und gesunden Herbst!


Die Autorin Cornelia Titzmann ist Heilpraktikerin in eigener Praxis, facebook: Naturheilpraxis Cornelia Titzmann


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