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Ausgabe Juli/August 2015
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2015. 07: Trüffel. Der Diamant unter den Pilzen

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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Mit dem Thema Trüffel verbindet man oft Begriffe wie: teuer, selten, besonders und Essen. Alles richtig! Echte Trüffel gehören zu den unterirdischen Pilzen, zur Gruppe sogenannter Schlauchpilze.
Sie wachsen wirklich unter der Erde , oft in Symbiose mit Wirtspflanzen wie Eichen oder Haselnussbäumen. Von diesen erhalten sie Mineralstoffe und Wasser sowie Photosyntheseprodukte, da sie selber kein Sonnenlicht bekommen. Alte Bezeichnungen für diesen besonderen Pilz sind Nusspilz, Erdmogeln, Grieblinge. Als Tuber, Tuberales wird die Gattung bezeichnet. Als „falsche Trüffel“ bezeichnet man verschiedene Pilze mit trüffelähnlichem Geschmack oder Aussehen, wie Hirschtrüffel, polnische Kartoffelboviste oder Böhmische Trüffel.
Trüffel gibt es in verschiedenen Gegenden weltweit, von Nordengland bis Neuseeland! In Europa gelten besonders Frankreich und Italien als „Trüffelländer“. Durch den Erdboden dringt der wunderbare Geruch und zieht vor allem Wildschweine und Hundenasen an. Mit Schweinen dürfen in Italien aber z.B. keine Trüffel mehr gesucht werden, da sie den Erdboden aufwühlen und so den Weiterwuchs der Trüffel stören. Ansonsten ist das Öffnen des Bodens durch Tiere aber für die Verbreitung der Art wichtig. Es gibt eine Vielzahl von Trüffeln : schwarze, weiße, Wintertrüffel, Sommertrüffel. Je nach Vorkommen und Menge variieren die Preise von teuer bis unbezahlbar. Der Durchschnittspreis der Speisetrüffel liegt bei ca. 1€ pro Gramm. Seit über 3000 Jahren ist der Trüffel aber auch als Heilmittel bekannt. Er galt und gilt als das Aphrodisiakum. Zur Anregung der Libido bei Männern und Frauen wurde er schon in der Antike bei den Griechen und Römern geschätzt. Im Mittelalter galt er als Verkörperung der Sünde und war verpönt, wurde jedoch selbst von Päpsten hoch geschätzt...
In der Renaissance erlebte er eine Wiederauferstehung seiner Beliebtheit und es wurde versucht ihn anzubauen. Heute gibt es in vielen Ländern richtige Trüffelplantagen. In Deutschland steht der Trüffel unter Artenschutz. Neueste Untersuchungen zeigen seine Wirksamkeit bei der Anwendung als antimikrobielles Mittel. Er soll besonderes bei antibiotikaresistenten Keimen helfen, die Forschung läuft. In der Volksheilkunde gilt das Trüffelwasser als gutes Augenheilmittel und der Genuss ist leicht abführend. Trüffel enthalten besonderes viele Mineralien wie Kalium, Natrium, Calcium, Eisen und Phosphor. Desweiteren B-Vitamine, besonders B2, B3 und B5 sowie Vitamin D und K. Damit zeigt er Wirkungen auf die Haut, die Nerven, den Knochenstoffwechsel und die Blutgerinnung.Lassen Sie sich vom Trüffel verführen, ins Dunkle und Unbekannte...

Anwendungstipp
Frische Trüffel als Nahrungsmittel : Unter kaltem Wasser gut abbürsten, abtrocknen und über frisch gekochte Pasta, welche mit Butter (erhöht das Trüffelaroma) bestrichen ist, reiben (ca.1-2Gramm pro Person). Wenig salzen und eventuell mit etwas Käse servieren.
In Berlin erhält man eine gute Trüffelqualität z.B. auf www.alimentariediversi.de (auch auf Märkten).

Die Autorin Cornelia Titzmann ist Heilpraktikerin in eigener Praxis, Horst-Kohl-Str. 2, 12157 Berlin T.030/794 04 520,
weitere Infos und Kontakt über corneliatitzmann@gmail.com – facebook: Naturheilpraxis Cornelia Titzmann


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