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Ausgabe Januar/Februar 2015
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2015. 01: In vino veritas - Roter Wein

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktikerin und Dozentin für Phytotherapie

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Im Wein liegt die Wahrheit. Rotwein und rotes Weinlaub sollen Heilmittel sein? Aber ja, schon die alten Römer wussten Genuss und Heilwirkung zu verbinden und „das Blut Christi “ wird heute noch beim Abendmahl in Form von Wein oder Traubensaft symbolisch getrunken, um sich mit dem Leiden und der Auferstehung Christi zu verbinden. Das gemeinsame Weintrinken gilt in vielen Kulturen als wichtiger sozialer Akt. Schon im alten Ägypten sowie in Griechenland und später bei den Römern der Antike wurde der Wein verehrt. Der Dionysoskult galt der Erneuerung der Natur. Aus „Liber pater“, einem italischen Gott der Fruchtbarkeit wurde „Bacchus“. Viele große Meister der Malerei haben Bacchus-Bilder gemalt, unter anderem Leornardo da Vinci, Michelangelo und Tizian. Schon Dioscurides empfahl den Wein auch gegen Kopfweh, Magenleiden und Darmbeschwerden.
Heute ist die Empfehlung von Wein manchmal etwas problematisch. Auf Grund des Alkoholgehaltes von durchschnittlich 10-12% eignet er sich weder für Kinder noch für Leberkranke oder Menschen mit Alkoholproblemen. Ansonsten wird eine therapeutische Maximaldosis von 0,1Liter pro Tag in Form von einem möglichst biologischen, trockenen Rotwein empfohlen.
Der wilde Wein wurde schon vor tausenden von Jahren kultiviert. Heute gibt es hunderte verschiedener Rebsorten. Hauptanbaugebiete in Europa sind Italien, Frankreich und Spanien. Weltweit spielen auch kalifornische, südafrikanische und zunehmend auch australische Weine eine Rolle. Aber sehr viele Länder produzieren ihren eigenen speziellen Wein, man denke nur an den „Retsina“ in Griechenland.
Er gilt als „Arterienputzer“, Cholesterinsenker, blutdrucksenkend, freier Radikalenfänger, gut für die Venenpflege, Schutz für die Intima (Innenhaut) der Gefäße. Er wird auch als Aphrodisiakum empfohlen und soll gegen Herzinfarkt und Darmkrebs vorbeugend wirken. Für die nicht alkoholische Variante gibt es heute Präparate aus rotem Weinlaub und die einfache Alternative, den Traubensaft.
Die Pflanze enthält Flavonglycoside, Polyphenole, Anthocyane (Farbstoffe) sowie Gerbstoffe (Tannine), Weinsäuren und Zucker.
Die Produkte mit rotem Weinlaub werden heute zur Venenpflege empfohlen. Präparate finden wir in der Apotheke in Form von Kapseln zur innerlichen Einnahme, oder auch als Creme gegen „schwere Beine“ zur äußerlichen Anwendung.

Anwendungstipp:
Rosinen, die getrockneten Früchte des Weins, eignen sich hervorragend zur Förderung der Darmtätigkeit. Außerdem stellen sie besonders im Winter ein gutes Abwehrmittel gegen Erkältungen dar. Eine handvoll pro Tag als Nahrungsmittel, einfach essen! Oder über Nacht in einem Glas Wasser einweichen, morgens die Flüssigkeit trinken und die Früchte z. B im Müsli verzehren. Sehr gut gegen Verstopfung. Am besten verwendet man ungeschwefelte Rosinen.




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