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Ausgabe November/Dezember 2014
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2014. Kurkuma – die Gelbwurz


Die Kurkuma (Curcumas longa) oder die Gelbwurz stammt aus Indien. Seit über 3000 Jahren werden Extrakte aus ihren Wurzelknollen hergestellt und als Gewürz im „Curry“ oder als Heilmittel genutzt. Curry bezeichnet immer eine Gewürzmischung, die je nach Region und Speise, für die es verwendet wird, unterschiedlich zusammengesetzt ist. Gemischt wird es mit Chili, Pfeffer, Bockshornklee und Schwarzkümmel, um nur Einige zu nennen. Seit vielen Jahren nimmt die Bedeutung der asiatischen Küche auch in Deutschland zu. Die vorherrschende gelbe Farbe kommt immer von der pulverisierten Gelbwurz.
Curcumin ist der einzigartige Hauptwirkstoff, der inzwischen einen richtigen Popularitätsaufschwung erlebt. Isoliert in Standardpräparaten und sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln wird er für verschiedenste Beschwerdebilder angepriesen. Der Gesamtwurzelextrakt fördert die Fettverdauung, regt die Produktion der Gallenflüssigkeit an und lindert Magen- und Darmbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat inzwischen eine Empfehlung zur Anwendung von Kurkuma ausgesprochen.
Seine entzündungshemmenden Eigenschaften sollen besonders bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises helfen und als natürliches Antioxidans wirken sowie die Immunstimulation fördern und antimikrobiell arbeiten.
Curcumin wird heute besonders zur Vorbeugung und Unterstützung bei Krebserkrankungen eingesetzt. Die Studiengruppe A.R.T.O.I., eine Forschungsgruppe aus Italien zum Thema Krebs, hebt sie als eines der wirksamsten pflanzlichen Mittel hervor.
Die Wurzel enthält außerdem ätherische Öle, Polyphenole, Gerb-und Bitterstoffe; diese sind notwendig, um eine Resorption im Darm zu gewährleisten. Curcumin als Monosubstanz kann der menschliche Organismus nur schlecht verwerten.
Die entgiftenden Eigenschaften, die Wirkung auf die Leber und die Besonderheit, dass die Wirkung die Blut-Hirnschranke überwindet, machen sie zu einem wahren Schatz in der Pflanzenheilkunde.
Auch bei den zunehmenden Fernreisen hat sich der Einsatz als Prophylaxe gegen Reisebeschwerden wie Durchfallerkrankungen, Infektionen, Übelkeit, etc. bewährt.

Tipps zur praktischen Anwendung
Einige Tage vor (!) und während der ersten Woche einer Fernreise ein Curcumapräparat 1x täglich einnehmen, z.B. eine Kapsel Curcumin Ultra BCM-95 (green leaves) mit ausreichend Wasser

Curry – Gewürzmischung
50gr Kurkuma Wurzelpulver
10gr Pfeffer schwarz, gemahlen
10gr Paprika rot, scharf
10gr Bockshornklee, Samen pulverisiert
10gr Galgantwurzel, pulverisierten
10gr Korianderfrüchte gemahlen

Selber mahlen oder in Apotheken, Bioläden einzeln erwerben. Alles vermischen. Hervorragend zu Linsengerichten oder Kichererbsen (Dal/Chole).
Guten Appetit!


Die Autorin Cornelia Titzmann ist Dozentin für Phytotherapie und Heilpraktikerin in eigener Praxis, Horst-Kohl-Str.2 in 12157 Berlin/Steglitz, Tel. 030 / 794 04 520 oder über corneliatitzmann@gmail.com - facebook: Naturheilpraxis Cornelia Titzmann


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