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Ausgabe Juli/August 2014
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2014. Die Mandel - Nahrung pur

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktierin. Sie lehrt u. a. auch Phytotherapie an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin

Der Mandelbaum gehört zu den Rosengewächsen; lieblich, duftend, nährend stellt er sich in die Welt, gerade mal 5-8m wird er hoch. Aber auch giftiges Bittermandelöl kann er produzieren, ungewöhnlich für diese Familienzugehörigkeit. Wir unterscheiden die süße Mandel (Prunus dulcis) und die Bittermandel (var. amara). Der Blausäureanteil macht sie für den Verzehr ungeeignet. Der Wirkstoff Amygdalin erinnert an die „Amygdala“, ein Teil des Gehirns des Limbischen Systems in der Form einer Mandel, welches für die Angstentstehung und emotionale Reaktionsfähigkeit zuständig ist. Eigentlich stammt die Mandel aus dem persischen Raum und wurde dort schon früh kultiviert, inzwischen hat sie sich unserem Klima angepasst. Gute Erträge erzielt man aber immer noch in wärmeren Gegenden, ein Hauptanbaugebiet ist heute Kalifornien. Der blühende Baum mit seinen rosafarbenen Blüten ist eine Augenweide und hat viele Dichter und Sänger inspiriert. Auch das Märchen vom Mandelbaum ist lesenswert.
Sie gehört nicht zu den Nüssen, sondern ist eine Steinfrucht. Aus ihr wird Marzipan hergestellt und das Bittermandelöl wird in kleinen Mengen zur Aromatisierung von Gebäck genutzt. In der türkischen Küche finden frische grüne Mandeln Verwendung. Noch weich werden die pelzigen Früchte roh im Salat gegessen , da enthalten sie viel Vitamin C und B sowie reichlich Kalium.
In der Medizin wird die süße Mandel als Aufbaumittel genutzt, im wahrsten Sinne nährend! Schon Babies kann man Mandelmus in Wasser oder Milch als Nahrung anbieten und auch nach langen Erkrankungen, Appetitlosigkeit und bei Gewichtsabnahme hat sich die Einnahme von Mandelmus bewährt. Die Mandeln sind schonend für den Magen, gut für den Darm und werden normalerweise gut vertragen. Die übliche Dosis sind täglich ein Teelöffel für Kinder bzw. ein Esslöffel für Erwachsene. So wendet man sie bei Sodbrennen und Störungen bei der Nahrungsverwertung an. Die reife Frucht des Mandelbaumes enthält viel gut verwertbares fettes Öl, aber auch Gerb- und Bitterstoffe sowie Pflanzenfarbstoffe. Auch Folsäure enthält sie und deshalb ist es günstig, sie in der Schwangerschaft zu verzehren. Sie werden in Sirup eingelegt wie grüne Walnüsse oder in Salzlake. Man kann sie auch mit einer Messerspitze Natron in Salzwasser weichkochen und mit Frühlingszwiebeln und Karotten zu einer Suppe verarbeiten, sehr gut zum Kraftschöpfen .
Als Begleitung bei Krebserkrankungen mit großer körperlicher Schwäche haben sich Mandeln als Lebensmittel sehr bewährt. Neuere Studien belegen ihre Wirksamkeit zur Prophylaxe bei Herz-Kreislauferkrankungen. Regelmäßiger Verzehr soll sogar die Sterblichkeit senken, einen Schutz vor Diabetes geben und sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken.

Anwendungstipp
Das fette Mandelöl eignet sich hervorragend zur Pflege empfindlicher und geschädigter Haut. Bei sehr trockener Haut: VOR dem Duschen oder Baden einölen, sonst in die noch feuchte Haut einmassieren. Auf gute (biologische) Qualität achten!




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