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Ausgabe Mai/Juni 2014
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2014. Der Liebstöckel - Eine Hommage an die Liebe

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktierin. Sie lehrt u. a. auch Phytotherapie an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin

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Die Pflanze kommt aus dem Mittelmeerraum; in Ligurien gibt es schmackhafte alte Rezepte mit ihr als Gewürz; sie wächst in den Gebirgszonen. LEVISTICUM OFFICINALIS oder im Volksmund auch Maggikraut genannt, verströmt einen würzigen Geruch, dem Sellerie verwandt, der den Appetit anregt. Um Appetit geht es auch - auf Essen, auf das Leben, auf Aktivitäten, auf Sex. Das fördert vor allem der Gebrauch der Wurzel. Er ist ein altbekanntes Aphrodisiakum, besonders für Männer. Die Pflanze gehört zu den Doldenblütlern, wird bis zu zwei Meter hoch und trägt eine blassgelbe Blütendolde. Heute wird sie in ganz Europa und Nordamerika in vielen Gärten kultiviert. Sie enthält ätherische Öle, Harze, Zucker, Bitter- und Gerbstoffe und sehr viele Mineralien.
Schon früher benutzte man sie viel in Suppen, um mehr Geschmack zu haben und sie bekömmlicher zu machen. Auch das Kraut des Liebstöckels wird verwendet. Ihm werden erwärmende, verdauungsfördernde und diuretische Eigenschaften nachgesagt. Als Tee getrunken fördert die Pflanze die Nierentätigkeit, wirkt kräftigend und entspannend.
Bei den Arztapothekern hieß es, sie ist DAS Mittel für den alternden Mann: gegen Harnverhalten, geschwollene Füße, übelriechenden Schweiß, Blähungen und Potenzbeschwerden! Na dann...es werde Frühling!
In der modernen Phytotherapie wird sie vorwiegend bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In einigen Fertigpräparaten, besonderes in der anthroposophischen Medizin ist sie noch enthalten. Dort wird sie auch zur Unterstützung des Herzens angewendet.

Anwendungstipp:
Eine schöne Gemüsesuppe mit frischem oder getrocknetem Kraut als Gewürz. Die Wurzel kann ähnlich einer Petersilienwurzel mitgekocht werden. Auch bei Kindern, die wenig Appetit haben, ist es einen Versuch wert, sie einzusetzen.



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