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Ausgabe März/April 2014
Mit Heilpflanzen durch das Jahr 2014. Bellis perennis - Das Gänseblümchen

Beitragsreihe von Cornelia Titzmann, Heilpraktierin. Sie lehrt u. a. auch Phytotherapie an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin

Langsam kommt der Frühling, der Schnee schmilzt und das erste Grün wird sichtbar. „Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt...“, so hat man gesungen! Und das Gänseblümchen schickt schon seine Blätter der Sonne entgegen. Sie ist ein typischer Kulturfolger, „wild“ finden wir sie eigentlich gar nicht, eher auf gemähten Wiesen und im Garten. Kinder lieben sie, wie die kleine Schwester der Kamille sieht sie aus und gehört auch zur selben Familie, den Korbblütlern. Lange hat man sie als Heilpflanze unterschätzt, in manchen Büchern wird sie gar nicht beschrieben. Heute nennt man sie die „Arnika des Bauchraumes“. Ein Hinweis auf die lindernde Wirkung bei Bauchschmerzen und Folgen von Verletzungen im Bauchraum. Sie ist sehr gut verträglich und kann als Tee getrunken werden und sogar gegessen werden. Auf ein mit Butter bestrichenem Knäckebrot mit Kräutersalz, oder im Salat, ist das Gänseblümchen eine kleine Köstlichkeit und auch das Auge isst mit. Sie enthält ätherisches Öl, Saponine, Farb-und Bitterstoffe. Ihre Wirkungen sind entkrampfend und wundheilend. Bei Kindern, die schnell Bauchweh bekommen, hat sie sich bewährt. Nach Operationen im Bauchraum und nach der Geburt kann der Tee zum Beispiel zusammen mit Frauenmantel und Gänsefingerkraut getrunken werden. Ihren Namen hat sie, weil sie wirklich ein beliebtes Gänsefutter ist. Viele Tiere schätzen ihre Blüten und Blätter und wir können auch unseren Heimtieren damit etwas Gutes tun. Sie ist sowohl geeignet für Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse und Ratten als auch für Hühner und andere Vögel. Bei den ersten Fütterungen mit frischen Pflanzen sollte man stets mit kleinen Mengen beginnen. Bellis perennis gibt es auch als Tinktur in der Apotheke. In einigen Fertigpräparaten ist es ebenfalls enthalten. Die Indikationen dafür sind oft Menstruations- und Verdauungsstörungen.

Anwendungstipp:
Eine Teekur für den Bauch: Gänseblümchen, Fenchel und Melisse zu gleichen Teilen mischen, einen Teelöffel pro Tasse, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. 2 Tassen täglich über einen Zeitraum von 3 Wochen. Stärkt den nervösen Bauch!

Die Autorin Cornelia Titzmann ist Heilpraktikerin und Dozentin an der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin.


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