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Ausgabe November/Dezember 2010
Rauhnächte - aus dem Buch von Jeanne Ruland

Die Rauhnächte gelten als eine Zeit „außerhalb der Zeit“. Wir haben ein paar Anregungen aus dem Buch von Jeanne Ruland „Das Geheimnis der Rauhnächte“ zusammengestellt - mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

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Ein Mondjahr, also zwölf ca. 28-tägige Mondzyklen, besteht aus 354 Tagen. Bis zu den 365 Tagen des Sonnenjahres fehlen demnach zwölf Nächte. Diese elf bis zwölf Nächte werden mit unseren Rauhnächten gleichgesetzt und gelten – weil „außerhalb der Zeit“ – als mystisch oder magisch: Das Schicksal kann neu ausgehandelt und die Zukunft vorausgesagt und beschwört werden. Das Naturgeistervolk zieht aus, um in diesen Nächten die Kräfte neu zu weben und zu verändern.

In den meisten Religionen beginnen die Rauhnächte in der Nacht des Heiligabend (vom 24. auf den 25. Dezember) und enden mit dem Dreikönigstag in der Nacht zum 6. Januar.


Besondere Naturereignisse

Während der Rauhnächte kann man einige besondere Naturereignisse beobachten. Am 21. Dezember hat die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht. Deshalb bekommt das Licht einen fein schimmernden, goldenen Glanz und feine Farbnuancen entstehen. Für feinfühlige Menschen ist die erhöhte feinstoffliche Aktivität des Geistigen geradezu spürbar. Es heißt, dass man die Tiere reden hören und die feinstofflichen Bewegungen im alles miteinander verbindenden Netz beobachten könne. Rehe hüten ein „Rauhnachtgeheimnis“: Im August findet ihre Brunftzeit statt. Das befruchtete Ei verbleibt bis Weihnachten im Eileiter. In den Rauhnächten beginnt das ruhende Ei sich zu entwickeln und ein neues Wesen auszubilden. Rehe, Elche und Hirsche sind die Tierführer des Weihnachtsmannes, der die Geschenke und Belohnungen bringt und damit Neugierde, Liebe und Freude in den Menschen weckt, so dass sie zuversichtlich ins neue Jahr gehen können.
Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass in der Zeit der Rauhnächte, besonders um die Silvesternacht, die Ruhephase in den Pflanzen und Samen ein Ende hat. Tief in der Erde beginnen die Samen, langsam zu erwachen, zu keimen. Die Pflanzensäfte beginnen sich zu regen und wieder zu steigen.


Silvester – die 7. Rauhnacht

Seit Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahre 1582 ist der 31. Dezember der letzte Tag des Jahres. Dieser Tag ist dem römischen Bischof Silvester geweiht, um seines Todestages zu gedenken. Silvester begleitete den Übergang von einer Phase, in der die Christen verfolgt wurden, in eine neue Phase, in der das Christentum unter Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erklärt wurde.

Jeder Übergang eröffnet neue Möglichkeiten, Dinge zu verändern, sie neu zu formen, sie anders zu gestalten. Bereiten Sie sich auf den heutigen Abend vor, indem Sie ein Bad nehmen, um alles Alte abzuwaschen und zurückzulassen. Träumen Sie dabei Ihre Vision vom neuen Jahr.



Lesetipp: Jeanne Ruland: Das Geheimnis der Rauhnächte – ein Wegweiser durch die zwölf heiligen Nächte, Schirner Verlag, Darmstadt, 2009


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