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Ausgabe Mai/Juni 2010
Die Sonne des Geistes, die im Herzen wohnt
Das Herz aus Sicht der Hermetik
von Natascha von Ganski


Die Hermetik bezeichnet eine in der Antike wurzelnde Geheimlehre, die unser naturwissenschaftliches Weltbild bis in das 17. Jahrhundert hinein prägte. In den hermetischen Schriften wird das Herz als ein „seelisch-geistiges Organ“ gesehen.

Herz (Seele) und Gehirn (Geist) werden in der hermetischen Philosophie als Einheit und im übertragenen Sinn als chymische Hochzeit bezeichnet welches das Bild des Hermaphroditen als Attribut zeigt. Hermes und Aphrodite stehen hier als Sinnbilder für das männliche geistige Prinzip und das weibliche gefühlsdominierende Prinzip. Beide müssen in Einklang schwingen, sonst erkankt der Mensch. Als Beispiel seien hier die zunehmenden, in Passivität mündenden Angst- und Depressionserkrankungen sowie das zunehmende Potential an aggressionsbeladenen Gewalttaten genannt.
Immer bleibt der Verstand künstliches Licht, das nur leuchtet, wo die Sonne des Geistes, die im Herzen wohnt, noch nicht aufgegangen ist. Wir müssen den Zwiespalt zwischen Kopf- und Herzenswissen überwinden. Wenn wir es wieder lernen, mit dem Herzen zu denken und mit dem Kopf zu fühlen, dann vollzieht sich in uns das, was die Mystik mit der „Umstellung der Lichter“ bezeichnet. Arthur Schult/Astrosophie/Turm Verlag/ 5. Auflage/S. 45
Die Sonne, das Herz und das Edelmetall Gold bilden laut Smaragttafel des Hermes Trismegistos eine Ebene von Gleichnissen, die mit folgenden Worten ausgedrückt werden: „Wie oben so unten. Wie innen so außen.“ Wollen wir das Herz in seiner Tätigkeit unterstützen und ein schwaches oder krankes Herz wieder zu Kräften führen, sollten wir an dieses Gleichniss denken und Gold sowie Pflanzen mit Sonnensignaturen gebrauchen. Denn: Sonne, Gold und Herz gleichen sich ihrem Wesen nach.
Homöopathisch oder spagyrisch aufbereitetes Gold bildet einen Ausgleich schaffenden Pol zwischen Extremen - sei es körperlicher oder seelisch-geistiger Natur. Gold lässt wie die Strahlen der Sonne unsere Stimmung anheben. Weil das Gehirn mit dem sonnenhaftem Herz korrespondiert, ist es ratsam, auch lunare, also dem Mond zugeordnete Planetenmetalle oder Mineralien zu kombinieren. Im Sinne der Hermetik wäre dies Gold und Quarz.
Eine individuelle Mischung von sonnenhaften und mondhaften Pflanzen runden das hermetische Rezept ab. Im Patientengespräch stellt sich heraus, welche Heilpflanzen zur Anwendung kommen können.
Als grundsätzlich herzstärkende Heilpflanzen gelten Weißdorn, Rosmarin, Melisse und Johanniskraut. Mondhafte Heilpflanzen, die immer auch einen beruhigenden Aspekt auf die Psyche ausüben, finden wir in der Melisse, Passionsblume, Lavendel und dem Wolfstrapp.

Natascha von Ganski leitet die alcimia Schule für Heilpflanzenkunde und Traditionelle Abendländische Medizin.


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