aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe März/April 2010
Ja zum Leben!
Menschen erkennen einander als Menschen
von Karl Gamper


In einem „Ja zum Leben“ bündelt sich weltweit ein erwachendes Bewusstsein, dessen Wollen, Ahnen und Gewissen die Balance ist. Jedoch nicht in einem „retour á la nature“ wie es Rousseau einst forderte, sondern in einem aperspektivischen Bewusstsein, das al

Doch die tatsächliche Wende ist aus meiner Sicht nicht die Deklaration eines neuen Bewusstseins – sondern der Quantensprung ist die Erweiterung unserer Wahrnehmung. Diese Erweiterung – die ein Quantensprung ist – zeigt sich in der Integration von Kopf und Herz. Aus dieser Paarung entsteht ein neues Drittes. Ein galaktisches Kind, das als erwachsener Mensch diese Erde bevölkert und dessen Liebe sich als schöpferische Kraft offenbart. Es ist die Liebe, die wir suchen und es sind die Geschenke der Liebe, die wir Menschen wollen. Denn diese Geschenke nähren uns, nähren uns als humane Wesen, die wir sind. Dabei erinnern wir uns, wie die Alten das Wort „human“ verstanden: hu Licht; man Wesen. Das Wort selbst stammt aus dem Sanskrit, einer der Ursprachen der Menschheit.
Der Quantensprung ist also eine Liebe, die atmend versteht. Eine Liebe, deren Gewissheit über dem Wissen liegt. Eine Liebe, deren Präsenz das Jetzt zum Glanz der Schöpfung erhebt. Dieses Jetzt bejaht das dynamische Werden des Lebens und erkennt uns Menschen als kokreative Tänzer im Spiel des Kosmos.
Es mag einfach klingen und doch ist ein Quantensprung, wenn Menschen einander als Menschen erkennen: Wir werden transparent voreinander, entsorgen unsere Ängste ersatzlos. Fliegen raus aus dem Samsara des Schicksals, des Karmas, in die ganz frischen Gefilde unserer Bestimmung, des Dharmas. Weltweit beginnt sich eine neue Sicht zu öffnen: „Ich sehe dich.“



Eine kleine Bewusstseins-Reise durch die Zeit

Klinken wir uns in jene Zeit ein, als das archaisch-magische Weltbild der australischen Aborigines auf das mental-rationale der Engländer traf. In des Wortes buchstäblichem Sinn krachten damals „Welten“ aufeinander. Die beiden Gruppierungen verstanden einander nicht und das technisch raffinierter ausgeprägte Bewusstsein der Weißen führte zu einer grausamen Diskriminierung. Aborigines wurden nicht als Menschen gesehen.
Ein anderes Beispiel: Wie war es möglich, dass am 15. November 1532 Francisco Pizarro mit vielleicht 200 Desperados den Inka-König Atahualpa vor den Augen seiner 80.000 Krieger gefangen nehmen und später erdrosseln lassen konnte? Die schrägen Flinten der Spanier konnten unmöglich entscheidend gewesen sein. Was war es dann? Halten wir einen Moment den Fokus auf dieses Szenario. Was zeigt sich? Was erkennen wir? Wir sehen durch die äußere sichtbare Form - ein unsichtbares Bewusstsein wirken. Das archaisch-magische Bewusstsein der Aborigines und das mythische Bewusstsein der Inkas traf auf ein schon dekadentes mental-rationales Bewusstsein. Diese mental-rationale Denkweise fixierte die menschliche Aufmerksamkeit erstmals in der Geschichte unserer Spezies auf die Außenwelt und trennte uns von der Natur. Mehr noch: Sie schnitt auch unser Herz von einem fühlenden Miteinander anderen Geschöpfen gegenüber ab. Unser technischer Fetischismus führte uns in eine Quarantäne. In dieser haben wir die vitalen Lichtfäden zu Mutter Erde – zum Lebewesen Gaia - zu einem hohen Anteil gekappt. So schweben wir gewissermaßen über der Natur, die wir uns untertan machen wollen. Damit haben wir als Menschheit die Balance verloren und das existentielle Wissen um die Gleichwertigkeit allen Lebens.


Die Liebe

Die Liebe immer tiefer - lieben.
Stehe in meiner schönsten Blüte,
finde Menschlichkeit als Flamme in mir selbst.
Finde Zeit für Liebe.
So schnell wird mich diese Fährte nicht mehr los.
Deine Flamme in dir ist nun so hell,
dass es um dich herum zu leuchten beginnt.
So ist es, wenn du liebst.
So ist es, wenn deine Liebe nicht mehr zu bändigen ist:
Sie will in die Welt und wird nicht nur für dich,
sondern für alle ein Segen sein.
Von Jwala


Eine der grundlegendsten Illusionen der Menschheit ist, dass jeder glaubt, er wüsste, was Liebe ist. Dieser Irrtum ist der Verhinderer. Dieser Irrtum ist der Treiber in die kollektive Lähmung der Herzen. Das „Wissen“ um die Liebe schneidet uns ab vom pulsierenden Atem des Mitgefühls. Dieses „Wissen“ macht Liebe zu einem Objekt. Doch wenn wir in unser Herz fallen, wenn wir diese geheime Kammer in uns aufsuchen um zu lauschen, so umarmt uns das Aroma der Liebe als vertrauter Duft. Dann weht Liebe in unser Leben als Wind der Freiheit. Diese Liebe ist angedockt an jene Intelligenz, die den Kosmos zum Kosmos macht.
Kosmos heißt Ordnung. Der Kosmos ist die Ordnung des Lichts in der Liebe der Zeit.
Das Geheimnis dieser Liebe ist: Je näher wir ihr kommen, desto weiter rückt sie zurück. In diesem Spiel gilt es zu vergessen, wie sehr wir angekommen sind in der Quelle aller Liebe. Und wie sehr wir aufgerufen sind, diese Liebe durch unser Sein in den Alltag unseres Handelns zu heben. Es ist die Liebe, die uns ruft. Es ist die Liebe, in deren Licht wir einander als Menschen erkennen. „Ich sehe dich.“ Jetzt.

Karl Gamper lebt mit seiner Frau Jwala in Östereich.
Weitere Infos unter
www.SIGN.ag und www.manifestation.cc – der Blog


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.