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Ausgabe November/Dezember 2009
Globuli statt Pharmaka

Bei AD(H)S empfiehlt die Berliner Lerntherapeutin Marion Walsdorff die Klassische Homöopathie.

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Vier bis zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden an „Aufmerksamkeitsdefizits- oder Hyperaktivitäts-Störungen“. Sie äußern sich in Konzentrationsschwäche, Impulsivität oder „Hyperaktivität“. Das belastet Kinder wie die Eltern. Der ganzheitliche Ansatz der Klassischen Homöopathie kann helfen.


In der Klassischen Homöopathie geht man davon aus, dass der Körper, der Geist und die Seele eins sind und deswegen auch nur gemeinsam behandelt werden können. Jedem Individuum wohnt eine individuelle Kraft zugrunde, die alle Teile in bewundernswerter Weise in Gang hält und das Zusammenspiel der einzelnen Teile gewährleistet. Ist der Mensch krank, so liegt dieser Krankheit eine Störung oder Blockierung seiner Lebenskraft zugrunde. Und weil die Lebenskraft eine individuelle Kraft ist, die nur diesem speziellen Menschen innewohnt, muss auch die Heilweise eine individuelle sein.


Samuel Hahnemann hat vor mehr als 200 Jahren das Prinzip „Ähnliches durch Ähnliches zu heilen“ entdeckt und damit die Klassische Homöopathie begründet. Homöopathische Mittel können beim Erkrankten diejenigen Symptome heilen, die sie beim Gesunden hervorbringen können. Während homöopathische Mittel lange Zeit in erster Linie für körperliche Beschwerden eingesetzt wurden, weiß man heute, dass sie auch bei vielen seelischen Problemen helfen können.


Kinder die aufgrund von ihren Defiziten bereits in Lernstudios ein- und ausgehen, eine Ergotherapie absolvieren oder bei einer Heilpädagogin in Behandlung sind, deren Diagnose allzu häufig AD(H)S lautet und deren Eltern von überforderten Lehrern gedrängt werden, ihr Kind mit Ritalin einzustellen, finden zunehmend den Weg zur Klassischen Homöopathie. Hier kann aufgrund einer intensiven Anamnese und mithilfe verschiedener Tests das richtige homöopathische Mittel für das spezielle Kind gefunden werden und häufig eine Einstellung mit Ritalin oder anderen Psychopharmaka verhindert werden.


Da die Klassische Homöopathie aber eine individualisierte Behandlungsform ist, kann man nicht sagen, dass sich bei AD(H)S ein bestimmtes Mittel bewährt hat. Es ist richtig, dass für die typischen Symptome der Krankheit bestimmte Mittel eher in Betracht kommen. Dennoch zeigt die Praxis, dass auch immer wieder ganz andere Mittel letztendlich dem einzelnen Kind zu einer Besserung seiner Symptome verhilft.


Wie kann die Besserung aussehen?


Ein Kind, dass sich bisher schlecht auf den Unterricht oder auf gestellte Aufgaben konzentrieren konnte und durch sein aggressives und provokatives Verhalten aufgefallen ist, kann beispielsweise im Laufe einer homöopathischen Behandlung besser dem Unterricht folgen und einfache Aufgaben ausführen ohne die Geduld zu verlieren.


Ein Kind, das zurückgestellt werden sollte, weil es den Anforderungen der laufenden Klassenstufe nur noch schlecht folgen konnte, hat es während einer homöopathischen Behandlung geschafft, sich den Schulstoff soweit anzueignen, dass die Wiederholung der Klasse nicht mehr notwendig war.


Die ersten, die die Veränderung spüren, sind die Eltern. Das Verhalten des Kindes ist nicht mehr so unberechenbar. Die Impulsivität und die Unruhe lassen nach. Es wird für kleine Ansagen zugänglich, kann sich Aufträge besser merken und führt diese dann mit mehr Ruhe und Sorgfalt aus. Die Kinder selbst bemerken die Veränderung natürlich auch. Sie berichten beispielsweise bei einer Folgekonsultation, dass sie ihr Zimmer alleine aufgeräumt haben oder die Hausaufgaben besser erledigen können.


Ältere Kinder können durchaus selbst beschreiben, dass sie ruhiger geworden sind, sich besser konzentrieren können und weniger schnell wütend werden. Mit zunehmender Behandlungsdauer können sich durch eine homöopathische Behandlung natürlich auch die Schulnoten verbessern. Lehrer und Erzieher atmen auf und berichten von positiven Veränderungen des betreffenden Kindes.


Wenn Eltern mit einem Kind, das unter AD(H)S leidet oder diese Diagnose erhalten hat, zu uns kommen, erfahren sie Unterstützung und Beratung in Fragen des Umgangs mit dem Kind und seinen besonderen Problemen. Sie können an einem Elterntraining teilnehmen, das speziell für Eltern von Kindern mit ADHS und ADS entwickelt worden ist oder sich persönlich beraten lassen. Gleichzeitig bekommt das Kind ein homöopathisches Mittel, das zu seiner Stabilisierung beiträgt und ein Abklingen der Problematik herbeiführt.

Die Autorin Marion Walsdorff ist Diplom-Psychologin, Lerntherapeutin und Heilpraktikerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin Friedrichshain (Südkiez).
weitere Infos: www.klassische-homoeopathie-berlin-friedrichshain.de
www.adhs-elterntraining-berlin.de


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