aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe März/April 2007
Homöopathie - Zauber oder Wissenschaft?

HP Viola Jacob und Oliver Lohse stellen Zitate aus dem “Organon der Heilkunde” von Samuel Hahnemann vor.

art52233
Das Organon ist die “homöopathische Bibel” und beantwortet alle Fragen zur Wirkung von Homöopathie im Organismus und wie der Therapeut wann zu handeln hat, um der homöopathischen Heilung nicht im Wege zu stehen. Hier einige Zitate aus dem Organon.



Allgemeines:

§ 63 “Jede auf den Organismus einwirkende Arznei erregt eine gewisse Befindensveränderung im Menschen auf längere oder kürzere Zeit. Man nennt diese: Erstwirkung. Dieser Einwirkung bestrebt sich unsere Lebenskraft, ihre Energie entgegenzusetzen. Diese Gegenwirkung (Nachwirkung) gehört unserer Lebens-Erhaltungs-Kraft an und ist eine automatische Reaktion.”



§ 65 “Beispiele:

- Ein in das kälteste Wasser lange getauchter Arm ist zwar anfänglich weit blässer und kälter (Erstwirkung) als der andere, aber abgetrocknet wird er nachgehends nicht nur wärmer als der andere sondern sogar heiß und rot (Gegenwirkung).

- Auf starken Kaffee erfolgt Übermunterkeit (Erstwirkung) aber hintennach bleibt lange Trägheit und Schläfrigkeit zurück (Gegenwirkung), wenn diese nicht immer wieder durch neues Kaffeetrinken hinweggenommen wird.”


Verfahrensweise der Allopathen:

§ 57 “Gegen ein einzelnes beschwerliches Symptom wird eine Arznei gegeben, die genau das Gegenteil hervorbringt, so dass es schnell zu einer Verbesserung kommt, weil z.B. das Opiat (Schmerzmittel) die Beschwerde betäubt. Auf diese Weise wird nur einseitig, sprich für ein einzelnes Symptom gesorgt, wodurch keine Heilung der gesamten Krankheit zu erwarten ist. Im Gegenteil: nach der kurzen palliativen (lindernden) Erleichterung tritt eine Verschlimmerung der Beschwerden ein, was die Schulmedizin dann auf verschiedenste Dinge schiebt. Auf die zu erwartende Verschlimmerung geben sie dann eine größere Gabe des Mittels, welches wieder nur kurz hilft, bis nach immer höherer Steigerung des Palliativs entweder ein anderes, größeres Übel oder gar Unheilbarkeit, Lebensgefahr und Tod erfolgt – NIE aber HEILUNG !”



Verfahrensweise der Homöopathen:

§ 66 “Der gesamte Patient einschließlich seiner Krankheitssymptome, seelischer Verfassung, Vorlieben, Angewohnheiten, sozialem Umfeld, Ernährung u.v.m. wird aufgenommen, niedergeschrieben und in ausführlichem Maße so studiert, dass man unter Verwendung von Fachliteratur bzw. Erfahrungen auf eine Arznei kommt, die diesem Symptomenkomplex nahezu gleichkommt.”

§ 68 ”Diese etwas stärkere Kunstkrankheit ist in der Lage, die sehr ähnliche natürliche Krankheit zu überstimmen und aus dem Organismus zu verdrängen. Aufgrund der ungemein kleinen Arzneigaben tritt die Gegenwirkung in so winzigem Maße auf, dass der Organismus keine Anstrengung benötigt und auch keine gegenteilige Symptomatik in der Nachwirkung auftritt.”

§ 67 “Schulmedizin bietet in lebensbedrohlichen Zuständen wie z.B. nach Ertrinken, nach lebensbedrohlichen Verbrennungen/Erfrierungen und im Bereich der Chirurgie (Beinbrüche, Blinddarmdurchbrüchen usw.) eine notwendige Unterstützung für den Organismus, da hierbei die Lebensenergie zu geschwächt ist und die Selbstheilungskräfte nicht ausreichen.”




Buchtipps:

Herbert Fritsche: Idee und Wirklichkeit der Homöopathie

Samuel Hahnemann: Das Organon der Heilkunst

Rajan Sankaran: The Spirit of Homoeopathy

Georgos Vithoulkas: Medizin der Zukunft

Das Organon der Heilkunst besteht in der sechsten Auflage aus zwei Vorworten, einer Einleitung und 291 Paragraphen, in denen die Prinzipien der Homöopathie dargestellt werden. In der Einleitung und zahlreichen Fußnoten zu den Paragraphen wird die Homöopathie der bisherigen Medizin gegenübergestellt.



Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.