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Ausgabe Januar/Februar 2006
Sex, Frieden und Erleuchtung - Was hat Sex mit Frieden zu tun? Mit Erleuchtung? Mit Geld?

Mit beruflichem Erfolg? Mit glücklichen Beziehungen? Mit Gesundheit? Mit dem Weltfrieden? Mit Physik? Mit Chemie? Mit Galaxien? Mit Musik? Dagmar Neubronner erklärt, inwiefern Sex mit allem was zu tun hat.

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Sex hat mit allem zu tun, denn unser gesamtes materielles Universum ist auf der Grundlage von Sexualität organisiert: Überall stehen polar entgegengesetzte Partner (männlich-weiblich, plus-minus, hell-dunkel, kalt-warm, negativ-positiv, komprimiert-expandiert usw.) im Austausch miteinander und erschaffen durch den universalen Rhythmus von Geben und Zurückgeben die Fülle der Dinge. Das gilt für Galaxien und Sonnen, für Atome und Moleküle, für Pflanzen, Tiere und uns Menschen privat, wirtschaftlich und politisch. Wir Menschen haben uns oft dazu verleiten lassen, Sexualität entweder als sündiges Teufelswerk zu verdammen oder zu einem banalen Feierabend-Pornovergnügen herabzuwürdigen. Das hat verhindert, dass wir die allumfassende Bedeutung und die Macht der Sexualität im weitesten Sinne - als der entscheidenden Kraft in unserem Universum - erkennen.

Verliebtheit als Spezialfall von Erleuchtung
Erleuchtung geht, so stellen wir uns vor, damit einher, dass wir unbeirrbar glücklich sind, kaum Essen und Schlaf brauchen, alle Menschen lieben und selbst das trübste Wetter herrlich finden, niemals krank sind, keine Konflikte erleben, unser Leben in vollen Zügen genießen und dabei noch ein Segen für unsere Mitmenschen sind. Ganz ähnliche Symptome sind bei akuter Verliebtheit zu beobachten, und all das nur, weil es einen Menschen gibt, der uns als Inbegriff des Glücks, der Schönheit und Vollkommenheit erscheint, mit dem wir uns eins fühlen und dessen Gegenwart uns über alle Begrenzungen erhebt. Wir spüren die universale Einheit, die allem Leben zugrunde liegt, und möchten nichts lieber, als dem oder der “Angebeteten” unsere Zuneigung aktiv zeigen. Im Hinblick auf diesen einen Menschen sind wir sozusagen voll erleuchtet. Wir erkennen im anderen wie in einem Spiegel unsere eigene Göttlichkeit und können unser Glück kaum fassen. Die kosmische Liebesenergie ist stärker als all unsere Bedenken und Blockaden, wir fühlen uns beschwingt und wie neugeboren.

Der graue Alltag
Doch früher oder später greifen unsere alten, leidvoll erworbenen Muster wieder, wir stülpen dem Partner unsere unbewussten Erwartungen über, reagieren auf sein Verhalten nach unbewussten Regeln, die wir für uns festgelegt haben, und nun beginnen die Probleme – wenn wir nicht eilig verschwinden und den nächsten “Kick” mit einem neuen Partner suchen. Aber genau in diesen Problemen liegt eine große Chance: Im gleißenden Licht der Liebe kommt all das zum Vorschein, was mit dieser Energie noch nicht mitschwingen kann, und wir können die nach der Phase des 7. Himmels auftretenden Probleme dazu nutzen, diese alten Muster bewusst aufzulösen und für immer hinter uns zu lassen. Nur dann besteht auch die Chance, dass der nächste Partner wirklich im Jetzt zu uns passt.

Kosmisches Know-how
Dabei sind zwei Dinge besonders hilfreich: Erstens das Wissen über die Struktur des Universums und den Nullpunkt des Gleichgewichts, von dem alles Seiende ausgeht und wohin es immer wieder rhythmisch zurückkehrt, wie das Universalgenie Walter Russell (1871-1963) es in seinen zahlreichen Werken dargelegt hat.
Und zweitens das Wissen um die Mechanismen, nach denen wir Sinneswahrnehmungen zu Begriffen ordnen (z.B. “da steht ein Stuhl”) und sie gemäß unseren Erfahrungen interpretieren (z.B. “endlich kann ich sitzen” oder “gleich werde ich verhört” oder “alle anderen haben einen Sessel”). Entsprechend unserer Interpretation reagieren wir mit Gefühlen (z.B. Erleichterung, Angst, Wut), die uns zu Handlungen bewegen (z.B. hinsetzen, fliehen, zuschlagen). Solange wir nach solchen Mustern mit unseren Mitmenschen agieren und auf ihr Verhalten reagieren, sind wir nicht frei für das, was jetzt in der Gegenwart wirklich ist. Es geht also darum, für die Probleme mit unserem Partner zunächst einmal selbst Verantwortung (nicht zu verwechseln mit Schuld!) zu übernehmen. Wir können unsere Muster erkennen, herausfinden, wann und wie wir sie in unserem Leben erschaffen haben und – das ist das Entscheidende – selbst den heilenden Ausgleich herstellen. Damit befreien wir uns dazu, unsere Beziehungen und unsere Sexualität nach unseren Herzenswünschen zu erschaffen, zu gestalten – und zu genießen.


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