aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Januar/Februar 2006
Bindungsenergetik - Unsere Zeit ist von hoher Bindungslosigkeit gekennzeichnet.

Der Psychologe und Körperpsychotherapeut Michal Munzel hat die Bindungsenergetik entwickelt – ein zeitgemäßer Ansatz körperorientierter Psychotherapie, in dem das Herz als “Bindungsorgan” im Mittelpunkt steht.

art43566
Grundlagen der Bindungsenergetik
Die Bindungsenergetik geht davon aus, dass wenn wir in jeder alltäglichen Situation auf unser Herz hören würden und wenn unser Gehirn mit unserem Herzen im Einklang stünde, dann würden wir uns wohlfühlen, bräuchten keine Krankheiten zu entwickeln und könnten ein schöpferisches Leben in liebevoller Beziehung zu uns, zu anderen und zur Welt führen. Der Psychologe und Körperpsychotherapeut Michael Munzel hat aus der modernen Gehirn- und Bindungsforschung, der Neurokardiologie sowie aus den energetischen Ansätzen Reichianischer Körpertherapie einen zeitgemäßen Ansatz körperorientierter Psychotherapie entwickelt. Die Energetik des Herzpulses und seine dauerhaften Beziehungen, die Bindungen, geben diesem Ansatz ihren Namen: Bindungsenergetik.

Zeiten der Bindungslosigkeit
Unser Lernen wird in der Kindheit maßgeblich von den Personen beeinflusst, zu denen wir eine enge Bindung haben. Meist sind das unsere Eltern. Die Erfahrungen mit ihnen bestimmen, wie wir später die Welt sehen, wie wir mit anderen und uns selbst umgehen. Eine gute Bindung verleiht Sicherheit und Stabilität, gibt Orientierung und definiert unsere Zugehörigkeit. Unsere Zeit ist von hoher Bindungslosigkeit gekennzeichnet und viele Menschen haben negative Bindungserfahrungen gemacht. Sie haben daraufhin Reaktions- und Verhaltensweisen entwickelt, die sie in ihrer Entfaltung behindern und Stress verursachen.

Bindungsmuster-Beispiel
Jeder Mensch hat ein individuelles Bindungsmuster. Aus diesem heraus betrachtet er die Welt, reagiert und handelt. So verbirgt sich z.B. in dem Muster “Ich bin hin- und hergerissen und genüge nie” eine Kindheit, die geprägt war von getrennten und ewig verfeindeten Eltern, die statt Liebe zu geben ihre gegensätzlichen und hohen Erwartungen an das Kind stellten. Die Bedürfnisse des Kindes waren dabei wenig von Interesse. In der Regel fällt es jemandem mit diesen Erfahrungen schwer, Entscheidungen zu fällen oder sich festzulegen. Ein schlechtes Gewissen und ein Gefühl des Ungenügens begleitet den Alltag und derjenige fühlt sich auch in Beziehungen nicht liebenswert. Eine Therapie wäre erfolgreich beendet, wenn derjenige in der Lage ist, selbst-bestimmt in einer liebevollen Beziehung zu leben.

Das Herz als Heiler
Die Reichianische Tradition geht vom Prinzip der Selbstregulation aus. Jeder Mensch trägt die Kraft und das Wissen in sich, “heil” zu werden. Der bindungsenergetische Ansatz sagt, dieser “Heiler in uns” ist unser Herz. Das Herz ist nicht nur eine Blutpumpe, sondern ein wichtiges Zentrum. Es ist unser Bindungsorgan, das Energie liefert, Informationen aussendet und kommuniziert. In ihm finden wir unser Selbst. Es besitzt seine eigene Intelligenz, die oft eine heilsame Alternative zu dem ist, was uns das Gehirn aufgrund seiner Prägung vorschlägt.

Herzkraft stärken
Das erste Anliegen in der bindungsenergetischen Arbeit ist es, die Herzkraft aufzubauen und zu stärken. Das gestresste Gehirn entspannt sich und man kann sich wieder der Welt jenseits seiner Probleme öffnen. Ist die Kraft des Herzens gestärkt, werden seine Informationen vom Gehirn wieder mehr beachtet. Ziel der Therapie ist es, eine liebevolle Beziehung zum eigenen Herzen aufzubauen. So besteht im weiteren Therapieverlauf die Hauptarbeit darin, sich mit dem Bindungsmuster auseinanderzusetzen und eine Alternative aufzubauen. Die Methode der Bindungsenergie eignet sich insbesondere für drei Therapiefelder:
- bei Störungen mit sich selbst und/oder anderen wie Ängsten, Depressionen, Zwängen, Beziehungsproblemen;
- bei traumatischen Erfahrungen wie schmerzlichen Trennungen oder Missbrauch und
- bei psychosomatischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Tinnitus, Hauterkrankungen, Migräne, Bluthochdruck.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.