aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe September/Oktober 2005
Die Welt der Quantenphysik

Vortrag mit Klangbeispielen im Zeiss-Großplanetarium

art40890
Die Kosmische Oktave, das universelle Bindeglied zwischen Mikro- und Makrokosmos, ist der Schlüssel zur musikalischen Umsetzung naturgegebener Rhythmen. Idee und Ausarbeitung stammen von dem Musikwissenschaftler und Forscher Hans Cousto.

Der Klang des Wasserstoffs
Weit mehr als die Hälfte aller Atome im Universum sind Wasserstoffatome. Deshalb sind die dem Wasserstoff eigenen Frequenzen tonangebend im Universum, da sie häufiger vorkommen als alle anderen Frequenzen zusammen. In meinem Vortrag werde ich die harmonikalen Strukturen aller dem Wasserstoff zugehörigen Frequenzen aufzeigen und somit die dem Wasserstoff innewohnende Klangstruktur erläutern. Da die einzelnen Frequenzen durch ganz bestimmte Arten von Elektronensprünge und den zugehörigen Energieniveaus determiniert sind, offenbart die Klangstruktur des Wasserstoffs den Zuhörenden auch wesentliche Elemente der Quantenphysik – auf dem Wege der Akustik mittels Klangbilder. Die Umsetzung der physikalisch gegebenen Frequenzen in Klangbilder wurde von den vier Musikern Akasha Project, B. Ashra, Tommelon und Ricky Deadking, die als Gruppe unter dem Namen “Brain Entertainment Laboratory” bekannt sind, realisiert. Zum näheren Verständnis werden während des Vortrages zahlreiche Lichtbilder gezeigt und diverse Klangbeispiele vorgeführt. Dabei werden die Zuhörer in den Genuss einer musikalischen Anhörung der Welt der Quantenphysik kommen.

Die Spektralanalyse
Der Regenbogen ist das Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen, so steht es im ersten Buch Moses, Kapitel 7, Vers 12. In den letzten Jahrhunderten wurde der Regenbogen auch zum Zeichen des Bundes zwischen der Natur und der menschlichen Erkenntnis, denn im Regenbogen – respektive im Spektrum der Regenbogenfarben – erkannten Astronomen und Physiker wesentliche Strukturen über den Aufbau der Atome (Mikrokosmos) wie auch des Universums (Makrokosmos). Nicht die Farben selbst, sondern dünne dunkle Linien im Farbkontinuum des Spektrums und ihre Lage innerhalb dieses Spektrums waren der Schlüssel zur Erkenntnis, wie beispielsweise Atome aufgebaut sind und wie die Elektronen sich im Umfeld der Atomkerne verhalten. Diesen Schlüssel nennt man Spektralanalyse.
Die Spektralanalyse ist eine physikalische Untersuchungsmethode, in der aus den Linien eines Emissions- bzw. Absorptionsspektrums auf die chemische Zusammensetzung der betreffenden Lichtquelle bzw. absorbierenden Medien geschlossen werden kann. Aus der Lage der Linien – gekennzeichnet durch deren Wellenlängen respektive deren Frequenzen – lässt sich das betreffende Element erkennen.
Die Linien in den Spektren glühender Gase treten oft in mathematisch einfach beschreibbaren Reihen oder Serien auf. Das erste Seriengesetz ist für Wasserstoff, dem kleinsten Atom und ersten Element des Periodensystems der chemischen Elemente, von dem Mittelschullehrer Johann Jakob Balmer im Jahr 1885 in Basel entdeckt worden. Balmer fand dieses Seriengesetz durch genaue Betrachtung und Analyse der Lage der einzelnen Spektrallinien im sichtbaren Spektrum. Später wurden noch Serien von Linien im ultravioletten Bereich und im infraroten Bereich gefunden. Jede dieser Serien hat einen virtuellen Grenzwert mit einer genau bestimmbaren Wellenlänge und zugehöriger Frequenz. Die Differenztöne von jeweils zwei Frequenzen dieser virtuellen Grenzwerte entsprechen immer der Frequenz einer real existierenden und beobachtbaren Linie aus dem Wasserstoffspektrum.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.