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Ausgabe Mai/Juni 2005
Die Flowering Tree Methode - Heilung des verletzten Inneren Kindes

Roswitha Kramm-Riewendt informiert über diese Therapie nach indianischer Tradition. Sie wendet die Methode seit 3 Jahren in ihrer Naturheilpraxis an.

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Stefan ist 37 Jahre alt und Busfahrer. Er kann seinen Beruf nicht mehr ausüben, da ihm schwindlig wird und er das Gefühl bekommt, “es nicht mehr auszuhalten”. Ebenso ergeht es ihm beim Autofahren im Urlaub im Gebirge. Daher ist es sein größter Wunsch, dieses Gefühl wieder loszuwerden und unbeschwert fahren zu können. Durch die Behandlung mit der Flowering Tree Methode hat er seine Ängste verloren. Es stellte sich heraus, dass er als kleiner Junge nachts im Dunkeln aufgewacht ist und allein war: Er hatte Angst. Dieses Erlebnis wurde für ihn zum Trauma, zu seinem “verletzten Inneren Kind”. Erst durch die Heilung dieses Traumas konnte er seinen Beruf als Busfahrer wieder aufnehmen. Denn wenn du als Kind verletzt wurdest, musst du auch als Kind wieder geheilt werden.

Was ist ein “verletztes Inneres Kind”?
Es entsteht, während ein Kind ein Trauma durchlebt. Kurz vor dem Höhepunkt des traumatischen Erlebnisses “friert” gewissermaßen ein Teil der Gefühle fest. Dieser Teil weiß nicht, dass das Trauma überlebt wurde.
Ein Trauma kann unterschiedliche Ursachen haben: Es reicht vom banalen Erlebnis beim Hinfallen bis hin zu schweren Gewalterfahrungen. Das verletzte Innere Kind funktioniert als Warnmechanismus und soll eine Wiederholung des Traumas verhindern. Es äußert sich in Symptomen wie Alpträumen, Angst, Zwangsneurosen oder Phobien. Aber auch körperliche Erkrankungen wie z.B. Migräne, Neurodermitis oder Asthma können Signale eines “verletzten Inneren Kindes” sein. Ein Erwachsener kann viele traumatische Erlebnisse gehabt haben und somit auch mehrere “verletzte Innere Kinder”. Daher lassen sich die Länge oder Anzahl der notwendigen Behandlungen nicht im Voraus festlegen. Entscheidend ist, dass es sich um einen Prozess handelt – denn das “geheilte Innere Kind” muss ins Leben integriert werden.

Wie funktioniert die Flowering Tree Methode?
Es handelt sich um eine Gesprächstherapie mit einer besonderen Fragetechnik, die den Klienten in einen tranceähnlichen Zustand versetzt. In dieser “Trance” besteht für den Klienten die Möglichkeit, in die Zeit zurückzureisen, in der das Trauma geschah. Die Aufgabe des Therapeuten ist es, das “verletzte Innere Kind” durch das Trauma oder daran vorbei zu führen, ohne zu retraumatisieren. Die Flowering Tree Methode wendet die Sprache des Unterbewusstseins an, die das “verletzte Innere Kind” benutzt und versteht. Die Heilung wird dadurch ermöglicht, dass das “verletzte Innere Kind” selbst eine Lösung für die Situation findet. Damit ist der Warnmechanismus nicht mehr notwendig, die Symptome verschwinden und die durch die Heilung freigesetzte Energie kann nun zur Gestaltung einer neuen Lebensweise genutzt werden. Die Methode eignet sich auch für die Heilung von Traumen im Erwachsenenalter sowie für Kinder ab ca. fünf Jahre. Für Menschen, die mit Psychopharmaka behandelt werden, ist diese Therapieform nicht geeignet, da diese Medikamente Stoffe enthalten, die gerade die Symptome unterdrücken, die das verletzte Innere Kind für seine Heilung benötigt.

Die Flowering Tree Methode – von Nordamerika nach Deutschland
Diese Behandlungsform wurde nach einer alten nordamerikanisch-indianischen Legende benannt, der Geschichte vom “Flowering Tree” – vom blühenden Baum. Sie bildet die Grundlage für diese effektive und behutsame therapeutische Methode, die besagt, dass der Mensch alle Elemente zur Selbstheilung in sich trägt.
Der Medizinmann Nomad Winterhawk brachte das Wissen über diese Therapie nach Europa. In Dänemark lernte Peter Raasch von ihm die Technik und bildet heute weitere Flowering Tree-Therapeuten aus.


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