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Ausgabe März/April 2005
Wenn zwei sich treffen in meinem Namen

Buchauszug über Die Zehn Gebote

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Peter Dieckmann ist sowohl Polizist als auch Reiki- und Meditationslehrer. In seinem Buch “Wenn zwei sich treffen in meinem Namen” plaudert er auf 400 Seiten mit JJ, dem Jünger Jesu Petrus, über Gott und die Welt. Wir haben einen Ausschnitt über das “Vaterunser” ausgewählt.

“Dein Wille geschehe”, sagte ich.
So ist es. Auch das “Vaterunser” ist eine Sammlung von Techniken, die uns der Meister gab. Der Himmel ist das Innere, die Erde das Äußere. “Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden” bedeutet, dass du der Schöpfer deiner Erfahrungen bist.
“Ich dachte, es bezieht sich auf Gott. Sein Wille geschehe...?”Wie lautet die erste Zeile des “Vaterunser”?
“Vater unser, der du bist im Himmel...”
Gott ist in deinem Innern. Es gibt keine Trennung zwischen Gott und dir.
“Und was ist dann mit dem Rest des Gebets? Geheiligt sei dein Name und so weiter?”
Wie lautet dein Name?
“Peter, wie du weißt.”
Wie findest du deinen Namen? Liebst du deinen Namen? Kannst du dich mit deinem Namen selbst ansprechen? Wie ist es für dich, mit diesem Namen angesprochen zu werden? Liebst du dich mit deinem Namen? Die Worte “heilig” und “Heilung” haben den gleichen Ursprung. Heilung macht etwas ganz, was vorher getrennt war. “Heil” ist ein anderer Ausdruck für “ganz”. “Ganz” bedeutet “eins”. Wenn etwas getrennt ist, ist es nicht eins, es besteht aus mehreren Teilen. Der Weg zur Einheit, zur Ganzheit, führt über deinen Namen. Er gehört zu dir. Er ist einer der vielen Namen Gottes. Wenn du deinen Namen von Gottes Namen trennst, kannst du dich nicht als eins mit Gott empfinden. Und wenn du dich nicht mit deinem Namen voll und ganz lieben kannst, kannst du dich selbst nicht voll und ganz lieben. Da ist immer noch ein Teil, den du nicht mit ganzem Herzen liebst. Also fang bei deinem Namen an. Fang an, deinen Namen zu lieben. Das ist der erste Schritt zur Selbstliebe und damit zur Liebe selbst. Das ist die erste Technik.
“Dein Reich komme...”
Je mehr du dir über deine wahre Identität bewusst wirst, desto mehr spürst du deinen Anteil an der großen, unendlichen Schöpfung, dem Reich Gottes. Such dir einen Platz in der Natur. Schließ die Augen. Sag dir: “Dies ist meine Schöpfung. Alles um mich herum habe ich selbst erschaffen. Alles ist ein Teil meiner selbst.” Sag es mehrfach. Dann öffne in diesem Bewusstsein die Augen. Wenn du etwas wahrhaft als dein betrachtest, passt du am besten darauf auf. Ein Bild, das von seinem Maler geliebt und als Eigentum betrachtet wird, ist bei dem Maler selbst am besten aufgehoben. Je stärker du dich mit dem Reich Gottes identifizierst, desto näher kommt es auf dich zu. Das ist die zweite Technik des “Vaterunser”.
“Unser täglich Brot gib uns heute...”
Sorge für deinen Körper und für deine Seele. Kümmere dich um dich. Gib dir körperliche und geistige Nahrung. Sei sanft zu dir. Pass auf deine Schöpfung auf. Geh sorgsam mit dir um. Und mach dir klar: Je weniger du von dir trennst, je weiter dein Bild von dir selbst ist, je mehr du in deine Identität hineinnimmst, desto mehr profitierst du von deiner Sorgfalt. Die Menschen gehen deshalb so wenig sorgfältig mit ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen um, weil sie die Umwelt und die Mitmenschen von sich selbst trennen. Wenn du mit dir sanft und liebevoll umgehst, spürst du Sanftheit und Liebe in dir. Wenn du Sanftheit und Liebe in dir spürst, strahlst du Sanftheit und Liebe aus. Das ist die dritte Technik.
“Vergib uns unsere Schuld...”
Hab keine Schuldgefühle. Alles ist in Ordnung. Alles in deinem Leben gehörte dazu, damit du zu dem Menschen wurdest, der du heute bist. Alle Gedanken, alle Gefühle und alle Ereignisse in deinem Leben. Es gibt kein “Richtig” und kein “Falsch”, es gibt nur Erfahrung. Weil es kein “Richtig” und kein “Falsch” gibt, gibt es auch keine richtigen oder falschen Gedanken, Gefühle und Handlungen. Da ist kein Platz für Schuldgefühle. Also streif sie ab von dir. Das ist die vierte Technik.
“Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...”
Trage auch andern nichts nach. Alles, was du nachträgst, schleppst du selbst mit dir rum. Das ist die fünfte Technik.
“Und führe uns nicht in Versuchung...”
Suche die Liebe nicht außerhalb von dir. Nichts kannst du finden, was du außerhalb von dir suchst. Das ist die sechste Technik.
“Und erlöse uns von dem Übel...”
Lerne, loszulassen. Du bist mehr als deine Rolle, dein Besitz. Identifiziere dich nicht mit einem Teil des ganzen Bildes. Löse dich von den selbst erschaffenen Bindungen, die dich in deiner Freiheit einengen und an deinem Wachstum hindern. Das ist die siebte Technik.
“Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit...”
Alles gehört dir, alle Kraft des Universums ist deine Kraft und alle Herrlichkeit ist deine Herrlichkeit. Stell dein Licht auf den Leuchter, lass es ausstrahlen. Das ist die achte Technik. Und dann die Frohe Botschaft: Das Leben endet nie. Jeder Gedanke, einmal gedacht, ist nie mehr rückgängig zu machen.
“Amen.”
So sei es.
“Acht Techniken”, sagte ich nachdenklich.
Neun. Vergiss nicht den Ausgangspunkt unseres Gesprächs. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Wenn du dir darüber bewusst bist, kannst du es nutzen. Mach eine bewusste Handlung zum Zeichen deines Willens. Mach ein Ritual. Aus diesem Grund übrigens haben Reiki-Einweihungen eine starke Wirkung. Ein Mensch will sich öffnen. Ein anderer will dabei helfen. Beide drücken ihren Willen in Form eines Rituals aus. Und dann geschieht es.
“Wenn zwei sich treffen in meinem Namen, bin ich als Dritter im Raum”, sagte der Meister. Wenn zwei Menschen sich begegnen, um sich zu bekriegen, ist der Krieg im Raum. Wenn zwei Menschen sich treffen, um sich zu lieben, ist die Liebe im Raum. Und so ist auch die Kraft im Raum spürbar, wenn Menschen zusammentreffen, die sich dem Reiki öffnen.



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