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Ausgabe März/April 2005
Heilung durch die Kräfte von Himmel und Erde

Kosmisches Chi Kung

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Kosmisches Chi Kung ist eine bislang in Europa weitgehend unbekannte Methode, um gezielt kosmische Energie in sich aufzunehmen, sie zu speichern und für Gesundheit und langes Leben zu nutzen - bei sich selbst und anderen. Indem Hände und Akupunktur-Punkte aktiviert werden, strömen vitalisierende Kräfte in und durch den gesamten Körper. Damit wird die Erschöpfung der eigenen Energie-Ressourcen verhindert und frische Energie zugeführt. Ein ganz besonderer Reiz dieser erstmals in deutscher Sprache veröffentlichten Übungspraxis ist, dass sie sowohl von Anfängern als auch von Fortgeschrittenen des Qi Gong praktiziert werden kann und beiden gleichermaßen Nutzen bringt.
Kosmisches Chi Kung baut auf den Universal Tao Basisübungen auf, wie der Kleine Energiekreislauf, die Sechs heilenden Laute, Haut- und Knochenatmung sowie Eisenhemd- und Tan Tien-Übungen. Im Kern des Kosmisches Chi Kung steht eine Übungsmethode, die von Meister Mantak Chia die “Buddhahand” genannt wird. Ziel dieser Praxis ist es, das Chi der Übenden zu stärken und ihre Fähigkeit zu entwickeln, Chi auch an andere abzugeben. Weitere Methoden beschreiben Techniken mit den Händen und mit verschiedenen Visualisierungen, u.a. mit farbigem Chi. Meister Mantak Chia warnt allerdings vor dem ungeübten Einsatz mancher Techniken.
Durch die innere Vorbereitung des Praktizierenden mit den Basisübungen und besonders auch den Techniken des Cosmic Healing Chi Kung werden die spirituellen, geistigen Anlagen trainiert und auf die direkte Arbeit mit der taoistischen Organmassage Chi Nei Tsang vorbereitet. Das taoistische Gesundheitssystem baut in weiten Teilen auf den Elementen und Wurzeln der Traditionellen Chinesischen Medizin auf.

Chi Nei Tsang – Taoistische Organmassage
Chi Nei Tsang heißt wörtlich übersetzt “mit der Energie der inneren Organe arbeiten“ oder “Chi-Transformation der inneren Organe“. Im Zentrum der Arbeit stehen die inneren Organe im Bauchbereich. Nach der Fünf-Elemente-Lehre stehen die Organe in direktem Zusammenhang mit bestimmten Emotionen, die wiederum Krankheiten erzeugen können. Die Übenden lernen, wie mit dem Chi Nei Tsang- Massagesystem direkt an den Organen und damit auch an den anhaftenden Emotionen gearbeitet wird, wie die inneren Organe entgiftet und Blockaden, Knoten sowie Verhärtungen speziell in den die Organe umgebenden Bindegeweben gelöst werden können. Die Anwendung des Chi Nei Tsang-Massagesystems an der Nabelregion – dem Speicherzentrum von Stress, Spannungszuständen und fehlgeleiteter Energie – lässt sich wunderbar mit anderen Massagetechniken verbinden. Blockaden in diesem Gebiet manifestieren sich oft als Symptome und Krankheiten an anderen Stellen des Körpers. Die im Rumpf liegenden, inneren Organe werden durch ein Knochengerüst geschützt, das aus der Wirbelsäule, dem Becken und den Rippen besteht. In diesem Bereich sammeln sich häufig Emotionen und Winde, und wenn dieser Bereich mit Gas angefüllt ist und es dort zu Stauungen kommt, werden alle natürlichen Körperfunktionen behindert. Eingeschlossene Winde sind von schwerer, grauer und krankhafter Art, wie die Luft in einem feuchten Raum ohne Lüftung. Die Wirkung von Chi Nei Tsang ist vergleichbar mit dem Öffnen der richtigen Fenster, um die stagnierenden Winde abzulassen und den gesunden Energiefluss wiederherzustellen.
Weil wir Chi Nei Tsang leicht an uns selbst praktizieren können, unterscheidet es sich grundlegend von anderen Massagetechniken. Wenn ich einen anderen Menschen in Chi Nei Tsang unterweise, wird ein Lernprozess und damit die Selbstheilung angeregt: “Ich heile mich selbst und übernehme Eigenverantwortung.“ Chi Nei Tsang ist daher auch eine exzellente Ergänzung zu psychologischen Therapien und anderen Formen der Körperarbeit.
Wie alle in taoistischer Tradition überlieferten Methoden ist auch beim Chi Nei Tsang kein Glaubenssystem aufgebaut, sondern die Werte und Schwerpunkte sollen für jeden erlebbar sein. Den während der Behandlungen sehr häufig aus großer, emotionaler Tiefe aufsteigenden Emotionen kann man sich kaum entziehen. Ihre Entladung wird, den zahlreichen Erfahrungsberichten folgend, von den Behandelten als Erleichterung und Erlösung empfunden und ist in der Regel mit spürbarer körperlicher Stärkung verbunden.

Meister Mantak Chia wurde 1944 in Thailand geboren. Bereits im Alter von sechs Jahren begann bei buddhistischen Mönchen sein Unterricht in Meditation. Seine offizielle Ausbildung erhielt er in Hongkong, wo er von verschiedenen Meistern in Tai Chi Chuan, Kundalini Yoga und Aikido eingeführt wurde. Später lernte er von taoistischen und buddhistischen Lehrern geheime Shaolin-Techniken sowie den Umgang mit der inneren Kraft. Sein Hauptlehrer war der taoistische Meister Yi Eng, welcher ihn auch berechtigte, die Taoistische Energielehre zu unterrichten. Nach 20 Jahren im Westen lebt Mantak Chia seit 1994 wieder in Thailand.


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