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Ausgabe Januar/Februar 2005
Jenseits von Raum und Zeit

Mit dreidimensionalen Raumklängen auf Trancereisen/Vortrag

art36102
Michael Pahl hat eine Methode erfunden, mit der man sich gezielt mittels der von ihm herausgegebenen Holosync-CDs in Trance versetzen und auf Bewusstseinsreisen begeben kann. Anlässlich seines Besuches in Berlin drucken wir eine stark gekürzte Fassung eines Interviews, das Sylvia Schneider und Gerti Samel in ihrem neuen Buch “Finde deinen Lebenssinn” veröffentlicht haben.

Sie behaupten, dass Menschen, die ihre Persönlichkeit schulen und ihr Bewusstsein weiterentwickeln wollen, beide Gehirnhälften synchronisieren müssen. Warum ist das so wichtig?
Weil wir damit Zugang zu Informationen aus dem intuitiven und dem analytisch betonten Hirnareal bekommen. Die moderne Gehirnforschung hat festgestellt, dass es für fast alle Menschen der westlichen Welt ein Normalzustand ist, mit ausgeschalteter rechter Hemisphäre zu leben. Wir verlassen uns also nur auf die linke Gehirnhälfte, die strukturiert, analysiert, auswählt und kombiniert.
Wir müssen uns also nur auf die Aktivierung unserer rechten Gehirnhälfte konzentrieren?
Sicher nicht. Die beiden Gehirnhälften müssen synchron geschaltet sein. Und genau das versuche ich mit meiner Holo-Sync-3D-Methode zu erreichen.

Sie führen Menschen auf der Basis synchronisierter Gehirnhälften in veränderte Bewusstseinszustände, in denen man u.a. Reisen ins Universum unternehmen kann. Was geschieht dabei mit dem Körper?
Der Körper befindet sich in einer Art Winterschlaf. Der Stoffwechsel ist reduziert und das Bewusstsein streift sozusagen den Körper ab. Geübte sehen sich dann z.B. von oben im Sessel sitzen.
Gibt es bestimmte Voraussetzungen für außerkörperliche Erfahrungen?
Ein Mensch, der seine Medialität entfalten möchte, muss erst einmal zur Ruhe finden. In jeder Sekunde schießen fünf bis sieben Gedanken durch den Kopf. Das ist zuviel, um die sanfte Stimme der Intuition zu hören. Was die Reduzierung von Gedanken in uns bewirkt, habe ich beim Forschen mit meinen Feedbackgeräten erkennen können.
Was sind das für Geräte?
Ich habe in meinem Institut eine Art Raum-Shuttle. Das ist ein Gefährt mit einem drei mal zwei mal zwei Meter großen, abgeschlossenen Raum, in dem man vollkommen von der Außenwelt abgeschlossen ist. Man liegt auf einem Wasserbett und erfährt nichts als totale Dunkelheit und Ruhe. Das Shuttle ist mit Sensoren bestückt, die Atemfrequenz, Hautwiderstand und Gehirnströme messen. Ich kann also draußen auf dem Monitor genau beobachten, wie es dem Menschen drinnen in seinem Ruhezustand ergeht und welche Entspannungstiefe er erreicht hat.
Wie ist es bei Ihnen persönlich weitergegangen?
Nachdem ich den Trancezustand mühelos herstellen konnte, habe ich gemerkt, dass man ihn vertiefen kann. Ich habe begonnen, mit Musik zu experimentieren. Mit Beethoven gelang es mir, tiefer in die Zustände einzutauchen. Durch die Musik tauchten zuerst Farben auf, dann verwoben sich die Farben zu Bildern. Da ich all diese Erfahrungen mit dem Computer aufgezeichnet hatte, konnte ich nachverfolgen, dass ich aus dem Alphazustand in den Theta- und dann in den Deltabereich gekommen bin.
Klingt sehr spannend. Und dann?
Nun, ich versuchte, über Musik die beiden Gehirnhälften zu synchronisieren. Ich habe dabei gemerkt, dass, wenn ich zwei Töne einspiele, z.B. ein “g” und ein “h”, über mir ein dritter Ton entsteht, der mit den beiden Tönen nichts zu tun hat. Mit diesem dritten Ton verschmelzen die Gehirnhälften. Aus diesem Wissen heraus ist meine Frequenzmusik entstanden. Ich konnte das durch die Aufzeichnung meiner Gehirnfrequenzen am Computer genau nachvollziehen. Erst sah ich vor meinen geschlossenen Augen nur Dunkelheit. Mit Musik kamen die Farben und mit diesen Tönen haben sich fremde und neuartige Bilder gezeigt, die ich nicht vorher “gedacht” habe. Sie tauchten aus dem Nichts auf.
Wie lernt man Astralreisen?
Zunächst einmal durch Rückzug und Ruhe. Ich kann erzählen, wie ich selbst damit anfing: Ich steckte mitten in einer Ehekrise. Irgendwann fühlte ich mich so erschöpft, dass ich mich vors Fenster setzte und einfach in die Natur hinausschaute. Nicht fünf Minuten, sondern den ganzen Tag. Die ganze Zeit saß ich da, döste, schlief, wachte auf. Mit der Zeit wurden meine Gedanken immer weniger und ich geriet in eine Art Dämmerzustand. Dann begann ich, draußen mehr Einzelheiten wahrzunehmen. Ich sah die Wolken vorbeiziehen, beobachtete die Veränderung des Sonnenstandes. So kam ich zur Ruhe. Und plötzlich fühlte ich mich genau wie damals im Shuttle: Ich war im Alphazustand. Dann begannen vor meinem inneren Auge Filme abzulaufen.
Welche Bilder sind das?
Es sind Bilder aus einer anderen Ebene. Woher sie kommen, ist zunächst völlig unwichtig. Durch die Bilder bekommen wir Hinweise und Informationen, die uns im normalen Wachbewusstsein nicht zugänglich sind.
Und wie geht es dann weiter?
Der nächste Schritt besteht darin, sich eine Landschaft vorzustellen, die einem besonders gefällt. Man atmet tief ein, um zur Ruhe zu kommen. Nun versetzt man sich in die Landschaft hinein: Man bewegt sich in dieser Landschaft, geht zu einer Blume, riecht daran. Man spürt die Wärme der Sonne, den Boden unter den Füßen. Wenn es gelingt und man sich in der Landschaft erlebt, hat man sich schon ein wenig von seinem Körper getrennt. Sehr schnell wird man entdecken, dass diese imaginäre Welt sich verselbstständigt. Aus ihr entwickeln sich Bilder und Filme, die aus dem Nichts kommen.
Lernt man durch solche außerkörperlichen Reisen den Tod anders zu betrachten?
Auf jeden Fall! Man erfährt, dass der Tod nicht das Ende von allem ist, sondern dass das Bewusstsein weiterlebt. Dadurch geht man mit dem Thema ganz anders um. Man weiß ja, wie sich das Loslösen des Körpers anfühlt und kann, wenn es soweit ist, viel ruhiger hinübergleiten. Durch solche Reisen wird man sich bewusst, dass der Körper die Heimstatt des Bewusstseins ist, um irdische Erfahrungen zu machen.


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