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Ausgabe November/Dezember 2004
Der siebte Tibeter

Das neue Buch von Christian Salvesen.

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Das Buch “Die Fünf Tibeter” von Peter Kelders zählt mit 1,5 Millionen verkauften Exemplaren zu den meistverkauften esoterischen Sachbüchern im deutschsprachigen Raum. Die Originalausgabe von 1939 enthält neben den fünf Riten auch den sechsten Tibeter als die Transformation sexueller Energie. In einer überarbeiteten Fassung von 1947 kam ein weiterer Teil hinzu, der in den deutschen Ausgaben seit 1996 als das “verlorene Kapitel” erscheint. Es enthält Colonel Bradfords Brief an den Himalaja-Klub, in dem er auf die Bedeutung der geistigen Einstellung eingeht und wie sich Wünsche durch ein persönliches Mantram verwirklichen lassen können. Hier führt er das OM als siebten Ritus ein. Es ist anzunehmen, dass nach Kelder die ersten fünf Tibeter quasi als Fundament geübt werden und erst wenn das gefestigt ist, kann der Praktizierende mit dem sechsten und später dem siebten Tibeter die Schwingungsebene erhöhen.

Überbewusstsein
Ein Auszug aus Colonel Bradfords Brief an den Himalaja-Klub: “Ganz gleich, ob es Ihnen bewusst ist oder nicht: Sie erschaffen und formen Ihr Leben durch Ihre Gedanken. Alle Dinge, die Teil Ihrer materiellen Wirklichkeit sind, wurden zuerst in Ihrem Geist aus dem Rohmaterial der Gedanken erschaffen. Weil ein Mantram ein Instrument des Geistes ist, ist es ein Hilfsmittel, das Sie benützen können, um Ihr Leben so zu gestalten, wie es Ihnen gefällt. ... Heute hört man häufig den Begriff ‘Unterbewusstsein’, aber nur wenige Menschen verstehen überhaupt, was damit gemeint ist. Statt ‘Unterbewusstsein’ verwenden die Lamas ein Wort, das mit ‘Überbewusstsein’ übersetzt werden könnte – gemeint ist also ein Bewusstsein höherer Ordnung. Die Funktion des Überbewusstseins ist es, Gedanken, die eine Form reiner Energie darstellen, so umzuwandeln, dass sie in der materiellen Welt Gestalt annehmen können. ... Das bedeutet, dass die materielle Wirklichkeit ein Spiegelbild Ihrer Denkmuster darstellt. Wenn Sie Ihre Gedanken ändern, verändert sich auch das Bild im Spiegel, mit anderen Worten: Ihr Leben.”

Mantram
Ein Mantram ist ein Hilfsmittel, um Denkmuster zu vereinheitlichen und sie im Sinne der höchsten und nobelsten Wünsche auszurichten. Um ein persönliches Mantram zu finden, gibt es eine Übung:
1. Ohne nachzudenken aufschreiben, was ich mir wünsche.
2. Was lösen die Wünsche für Gefühle aus? Die Gefühle sind die Früchte unserer Lebenserfahrung. Mit dem Tod lassen wir die materiellen Schätze zurück, aber die Gefühle bleiben. Welche Gefühle sollen mich begleiten?
3. In Gruppen zusammenfassen.
Bei den Wünschen sollte man darauf achten, dass sie nicht zu allgemein oder hochgegriffen sind – es nützt nichts, sich ewigen Frieden zu wünschen. Viel wichtiger ist es, sich der alltäglichen Wünsche bewusst zu werden: Bei den konkreten Bedürfnissen beginnen und sehen, wohin sie führen und was dahinter steckt. Wenn ich mir eine Heizung für die Wohnung wünsche, steht der Wunsch nach Wärme und Geborgenheit dahinter. Danach werden die grundlegenden Ziele zusammenfassen und zu einem einfachen Befehl formuliert, wie z.B. “Ich erhalte jetzt Glück, Kraft und Wohlstand”. Das Mantram kann man dann morgens, abends, zwischendurch und vor dem Spiegel im Brustton der Überzeugung laut aussprechen – es ist eine Mitteilung an das Überbewusstsein. Das Überbewusstsein urteilt nicht und unterscheidet nicht zwischen angenehmen oder unangenehmen Gefühlen. Es ist seine Aufgabe, Denkmuster in Materie umzuwandeln – und zwar alle Denkmuster. Verändern wir unsere Denkmuster, verändern wir unser Leben.

OM
In seinen Briefen schreibt Colonel Bradford, dass es sinnlos ist, ein Mantram in einer fremden Sprache zu benutzen – bis auf eine Ausnahme: “Ein bestimmtes Wort, das aus dem Osten stammt, hat eine magische Wirkung auf das Überbewusstsein, das Gehirn und das gesamte zentrale Nervensystem. Dieses Wort heißt OM. Eigentlich ist es gar kein Wort, sondern ein Klang, denn sein Wert liegt in seiner Klangschwingung und nicht in seiner Bedeutung. Daher wird jeder Mensch, der OM seiner Schwingung wegen verwendet, auch davon profitieren – und zwar unabhängig davon, welche Sprache er spricht oder versteht.”
Das OM als siebter Ritus entspricht dem siebten Chakra, dem Kronenchakra. Hier beginnt die unendliche spirituelle Reise. Sie führt über das begrenzte individuelle Leben, über Zeit und Raum hinaus. OM repräsentiert in Indien und Tibet seit Jahrtausenden Brahman, das Absolute jenseits aller Formen und Gedanken. Im OM, so sagt die Tradition, schwingt das ganze Sein. In diesem Klang verschwindet jeder Wunsch. Jeder Moment des Lebens ist in sich erfüllt.

Stimmübung
Unsere Stimme begleitet uns in jedem Bereich unseres Lebens: in der Partnerschaft, der Erziehung, im Beruf und gesellschaftlichen Leben. Etliche Ratgeber sind erschienen, wie man die eigene Stimme wirkungsvoll einsetzen kann. Auf der Suche nach dem Urklang ist Christian Salvesen bei Peter Kelders Fünf Tibetern fündig geworden: Das Mantram OM ist die einfachste und effizienteste Stimmübung überhaupt.


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