aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe November/Dezember 2004
Chakren und Lebensenergie

Die Ärztin Heike Buhl schreibt über Energie- und Chakrenarbeit

art34704
Therapeutische Arbeit mit der Lebensenergie - was sollen wir uns darunter vorstellen? Was ist diese Energie, die uns lebendig werden lässt? Befindet sie sich nur im Körper oder auch um ihn herum?
In der alten indischen Heiltradition umgibt Energie unseren Körper mit verschiedenen Stufen der Feinstofflichkeit, verschiedenen Schwingungsebenen. Der Körper selber ist nur der innerste dieser Schichten, sozusagen seine materielle Verdichtung. Doch Feld und Materie sind nicht zu trennen, sind nur wie zwei Seiten derselben Medaille: Ist das Energiefeld gestört, so wird der Körper krank, und ist der Körper erkrankt, so ist auch eine Störung im Energiefeld zu finden.

Chakren
Chakren sind Energiewirbel, die innerhalb der Aura liegen und den physischen Körper mit Energie versorgen. Man unterscheidet sieben Chakren, die verschiedenen Körperregionen zugeordnet werden können. Aber jedes Chakra steht auch in Verbindung mit bestimmten Lebensthemen, mit emotionalen Blockaden, mit vegetativen Funktionen und mit einem spezifischen Lebensalter, in dem es sich entwickelt hat.
Das unterste Chakra, das Wurzelchakra, liegt im Dammbereich, hat die Farbe dunkelrot und entwickelt sich vor allem in den ersten 3-5 Lebensjahren. Es steht in Zusammenhang mit den Themen Erdung, Stabilität, Verwurzelung und Überleben. Bei einer Blockade können z. B. Süchte, Essstörungen, Schlaflosigkeit und Depressionen auftreten. Körperlich könnte sich eine Störung negativ auf Knochen, Haut und Erektionsfähigkeit auswirken oder auch Hämorrhoiden hervorrufen.

Das zweite Chakra, das Sakralchakra, liegt im Unterbauch und hat die Farbe leuchtend orange. Es entwickelt sich vor allem zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr und steht in Zusammenhang mit den Themen Sexualität, Flexibilität, Bewegung, Vitalität und Partnerschaft. Bei einer Störung können z. B. Beziehungsschwierigkeiten, fehlende sexuelle Lust und Probleme mit der Balance von Geben und Nehmen auftreten. Körperlich könnte eine Blockade sexuelle und gynäkologische Probleme wie Menstruationsstörungen verursachen, sich negativ auf die Funktion der Nieren auswirken oder einen Hexenschuss im unteren Rücken hervorrufen.

Das dritte Chakra ist der Solarplexus, er liegt im Oberbauch, hat die Farbe sonnengelb und entwickelt sich vor allem zwischen dem 8. und 12. Lebensjahr. Er steht in Zusammenhang mit den Themen Gefühle, Wille und Reichtum – er ist das Zentrum unserer persönlichen Kraft. Ist seine Funktion gestört, so sind wir oft emotional instabil, fühlen uns oft als Opfer, haben Wutausbrüche oder entwickeln Arbeitssucht. Auch das Problem von Menschen, die viel arbeiten, aber nie Geld haben, ist mit dem Solarplexus gekoppelt. Körperlich ist dieses Chakra für die Funktion des gesamten Verdauungstraktes zuständig – Störungen können sich also z. B. als Magenschmerzen, Verstopfung oder Durchfall auswirken. Bei Krebserkrankungen findet sich meist eine Kombination von gestörtem Herz- und Solarplexus-Chakra.

Das vierte Chakra, das Herzchakra, liegt mitten im Brustkorb und hat die Farbe smaragdgrün. Es entwickelt sich vor allem zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr. Es umfasst die Themen Atem, Berührung und Liebe - hier vereinigen sich die menschliche und die göttlichen Liebe. Störungen spiegeln sich auf der emotionalen Ebene z. B. in Beziehungen als übergroße Verschmelzung oder aber als Angst vor Nähe wieder. Körperlich kann das Herz-Kreislaufsystem betroffen sein, aber auch die Lunge (Asthma) und die Brustwirbelsäule. Wiederkehrende Infekte deuten ebenso auf eine Blockade des Herzchakras hin wie das Burn- out-Syndrom.

Das fünfte Chakra, das Kehlchakra, liegt an der Kehle und hat die Farbe himmelblau. Sein Entwicklungsalter ist vor allem das 16. bis 21. Lebensjahr. Die zugehörigen Themen sind Kommunikation, Integrität, Kreativität und Berufung – Störungen können sich also als Sprachlosigkeit, mangelnde Kreativität, Probleme mit Ehrlichkeit oder ununterbrochenem Redefluss zeigen. Auf der körperlichen Ebene findet man alle HNO- und Zahnerkrankungen und den “steifen Hals”.

Das sechste Chakra, das Stirnchakra, liegt zwischen den Augenbrauen und hat die Farbe dunkelblau-violett. Es entwickelt sich vor allem zwischen dem 21. und 26. Lebensjahr. Seine Themen sind Weisheit, Intuition und Vision. Hier liegen die Wurzeln für Hellsichtigkeit, bei Störungen aber auch für Psychosen. Als körperliche Probleme können sich Sehstörungen und Kopfschmerzen (Migräne) manifestieren.

Das oberste Chakra, das Kronenchakra, liegt in der Mitte des Scheitels, seine Farbe ist lila/weiß, sein Entwicklungsalter 26 bis 30 Jahre. Es steht für reines Bewusstsein, Verbindung mit dem Göttlichen, aboluten Frieden und SEIN. Bei einer Blockade findet keine spirituelle Anbindung statt, auf körperlicher Ebene besteht die Gefahr von Gehirnerkrankungen.

Eine Erkrankung kann also einen Hinweis darauf geben, welches Chakra gestört ist, welche negativen Gefühle dort blockiert sein können und in welchem Lebensabschnitt die Basis für diese Fehlfunktion entstanden ist. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge hilft bei einer ganzheitlichen Heilung - diese kann jeder für sich selbst unterstützen, indem er/sie sich mit den entsprechenden Themen und Emotionen auseinander setzt und sich mental und mittels Visualisierung auf das Chakra konzentriert: Die Energie fließt dahin, wo die Aufmerksamkeit ist. Man kann auch einen Heiler/eine Heilerin aufsuchen, der/die sich darin geschult hat, diese feinen Energieformen wahrzunehmen, Blockaden auf der feinstofflichen Ebene zu lösen und kosmische Energie zuzuführen.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.