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Ausgabe Juli/August 2004
Das Sprechen mit Tieren

Nicole Schöfmann ist Tierkommunikatorin und kommt Im August nach Berlin.

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Was bei uns noch exotisch klingt, ist in vielen anderen Ländern so bekannt wie hier die Bezeichnung des Tierheilpraktikers. So gibt es in Amerika Chatrooms, Links über Tierärzte, die zu Tiermedien führen und sogar so etwas wie einen Berufsverband für Tierkommunikatoren.
Tierkommunikation umfasst einen großen Bereich, der sich in verschiedene Schwerpunkte gliedert. Es gibt Tiermedien, die sich auf das Auffinden von vermissten Tieren spezialisiert haben, während andere über ihre telepathischen Fähigkeiten an dem Verhalten eines Tieres im Alltag arbeiten. Für mich gehört zum Sprechen mit dem Tier auch seine Heilwerdung und die Arbeit mit seiner Seele. Ein Tiergespräch kann sich auf die Futterwünsche und sonstige irdische Vorlieben eines animalischen Freundes beschränken oder auch sehr viel weiter gehen. Technisch gesehen ist das Sprechen mit Tieren ein Übersetzen von Schwingung in das menschliche Gedankengut. Tiere kommunizieren über Bilder, Gerüche und manchmal auch über Gedanken, die der menschliche Kommunikator empfangen und verstehen kann. Je nach Entwicklung des Tiermediums kann mit dem Tier selbst, mit seinem Hohen Selbst oder mit seiner Seele kommuniziert werden. Tiere lassen den Menschen an früheren Leben, altem Wissen und ihren Aufgaben mit ihren Menschen teilhaben.

Meerschweinmann auf Frühlings-Abwegen
Suki, ein Meerschweinmännchen, das bei mir lebt, hatte sich in der Obhut einer Freundin in deren Wohnung verselbständigt. Der Grund hierfür waren sicherlich die drei Meeerschweindamen, die im anderen Teil der Wohnung zusammen mit einer jungen Katze lebten. Der Anruf meiner Freundin ereilte mich während eines Seminars, Suki war weg! Das kleine Tier war weder zu hören noch zu sehen und die Suche nach ihm war erfolglos geblieben. Als ich mit Suki telepathisch Kontakt aufnahm, sagte er mir, dass es Nacht um in herum war und gleichzeitig heiß und kalt. Gefragt, ob er seinen Weg zu dieser Stelle beschreiben konnte, sagte er, dass er auf dem Weg zu den Mädchen war, er zeigte eine Stelle, wo seine Pfoten etwas klebrig geworden waren, sagte dann aber, dass die große (Katze) ihn gesehen hätte und er sich ganz schnell versteckt hätte. Nun hatte er Angst, sein Versteck zu verlassen. Als ich meine Freundin fragte, was den am Boden kleben könnte, erinnerte sie sich, dass sie am Morgen Milch vor dem Kühlschrank verschüttet hatte und noch keine Zeit fand, dort gründlich zu reinigen. Suki wurde halb kalt, halb warm hinter dem Kühlschrank gerettet. Außer dem Wunsch nach einer Pfotenreinigung war für diesen Tag nichts mehr von ihm zu hören.

Ein Kater
Oft drücken Tiere durch Krankheiten wie Krebs und Tumore ihre seelischen Problematiken körperlich aus. Ein zweijähriger Kater litt an einer bösartigen Wucherung am Nacken. Wie sich in der Arbeit mit dem Hohen Selbst des Tieres herausstellte, wurde er von klein auf nicht nur von seiner Mutter am Nacken getragen, sondern auch von den Kindern der Familie, bei der er vorher lebte. Er fühlte sich nicht respektiert und staute seine Wut erst im Kiefer und dann im Nacken. Massagen mit Aura Soma-Ölen und Reiki trugen maßgeblich zu seiner Heilung bei.

Beispiel eines Hundes
In meiner Praxis werde ich immer wieder vom Wissen der Tiere und ihrer charakterlichen Vielschichtigkeit überrascht. Der Hund einer Klientin, ein Beagle, kam wegen mangelndem Appetit und Verdauungsstörungen zu mir. Seine Besitzerin, eine Psychologin, hatte eine Odyssee von Tierarzt zu Tierarzt hinter sich, um seinen Zustand zu verbessern. Mit leichtem Widerwillen und sichtlichem Misstrauen nahm er schließlich vor mir Platz. Beim Betrachten seiner Aura viel mir sofort die Schwäche in den unteren Chakren und der mangelnde Pranafluss in seinem Meridiansystem auf. Danach gefragt, sagte er, dass sein Frauchen ihrer Mutter verzeihen sollte und dass er ihre alten Gefühle von Ohnmacht und Schmerz sehr lange abgebaut habe, es aber im Augenblick nicht mehr könne, da er sehr viel mit sich selbst zu tun hat. Wir stabilisierten sein Energiefeld mit Licht und besprachen mit seinem Einverständnis einen homöopathischen Behandlungsplan. Als er auf seinen Wunsch hin einen Larimar (Stein) bekam, blühte er sichtlich auf.

Karmische Verbindungen
Für mich ist an die Heilung des Tieres oft auch die Heilwerdung des Besitzers geknüpft. Die Synergie, die zwischen Tier und Halter entsteht, ist aus meiner Sicht karmisch vorherbestimmt und lässt beide in diesem Leben aneinander harmonisch wachsen. Die meisten Tiere zeigen sich beim Erstkontakt auf telepathischer Ebene eher erstaunt. Oft ist es ein jahrelanges Warten und Unverständnis von Seiten der Tiere über die mangelnde Kommunikationsfähigkeit ihrer Menschen. Von klein auf leben unsere Freunde damit, dass wir etwas von ihnen wollen und erwarten. Unsere Tier-Freunde fühlen sich oft so unverstanden, dass ihnen nur passives oder aggressives Verhalten bleibt. Die Vorbehaltlosigkeit, mit der ein erfahrener Tierkommunikator an ein Tier herangeht, ist zusammen mit einer möglichst großen Übersetzerfähigkeit das Geheimnis des Sprechens mit Tieren. Sie wollen in der Unterhaltung angenommen werden, wie sie sind und nicht auf mentaler Ebene menschlicher Bewertung unterliegen. Natürlich kann man mit seinem Tier verhandeln, als ein Team. Aber häufig bekomme ich zu hören, dass ein Wesen dieses und jenes unterlassen soll, weil es den Besitzer stört. Mit den Tieren zu sprechen lehrt uns, durch Liebe charakterliche Eigenarten nicht als Fehlerziehung zu interpretieren, sondern diese anzuerkennen und uns in einer Partnerschaft gegebenenfalls sogar anzupassen. Dies ist der Wunsch vieler Tiere, den ich an dieser Stelle weitergeben möchte.


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