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Ausgabe März/April 2004
Amalgam und die Folgeschäden

Vortrag

art30289
Amalgam besteht aus hochgiftigen Schwermetallen und ist für den Körper schädlich. Es muss als giftiger Sondermüll speziell entsorgt und darf in einigen Ländern nur mit Totenkopfaufdruck transportiert werden. Entsprechende Untersuchungsresultate sind in diversen Veröffentlichungen beschrieben worden. Warum eine spezielle Amalgamentsorgung sinnvoll ist, erläutert Halina Hildebrand.

Freigesetzte Schwermetalle
Aus den Amalgamfüllungen werden, besonders beim Genuss von säurehaltigen oder heißen Speisen oder bei der Benutzung von fluorhaltiger Zahnpasta, giftige Bestandteile freigesetzt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Quecksilber, Silber, Zinn, Zink und Kupfer. Diese Stoffe werden dann vom Körper aufgenommen und in verschiedenen Organen eingelagert, z.B. in den Nieren, der Leber oder im Bindegewebe. Quecksilber kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und gelangt so ins Gehirn und ins Zentrale Nervensystem. Wir wissen heute, dass Amalgamfüllungen die Hauptursache für die Quecksilberbelastung des Menschen sind. Die Wege, auf denen die Schwermetalle aus dem Amalgam in Blut und Gewebe gelangen, sind:
1. Direkt über das Eindringen in die Zahnsubstanz.
2. Durch Lösen der Amalgambestandteile im Speichel, Herunterschlucken und Aufnahme aus dem Darm ins Blut, vor allem nach Umwandlung in organische Quecksilberverbindungen durch die Darmbakterien.
3. Durch Einatmen dampfförmiger Amalgambestandteile in den Lungenkreislauf, denn Quecksilber verdunstet bei Zimmertemperatur.

Quecksilber behindert oder schädigt nahezu alle Lebensvorgänge der Körperzellen. In erster Linie betroffen sind das Nerven- und Immunsystem, die Nieren, die Leber, der Darm und die Hormondrüsen. Ob Symptome sofort oder erst mit jahrzehntelanger Verzögerung auftreten, hängt von der Regulationsfähigkeit des Körpers, vom Umfang der Quecksilberbelastung sowie der Menge und Art zusätzlicher Belastungen im Organismus ab. Es gibt keine echten Grenzwerte für Quecksilber. Auch niedrige Mengen können zu schweren Krankheiten führen. Zudem vervielfacht sich die Giftwirkung im Zusammenspiel mit anderen Schadstoffen aus dem Amalgam, der Nahrung, der Luft oder dem Wasser in noch kaum bekannten Größenordnungen. Es wird ein Zusammenhang zwischen einer Quecksilberbelastung im Körper und der Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer oder Multiple Sklerose vermutet. Auch Schmerzsyndrome wie Migräne, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und viele andere Beschwerden können in diesem Zusammenhang genannt werden. Ein wenig bekanntes Problem ist die Entgiftung nach einer Amalgamentfernung: Eingelagertes Quecksilber verbleibt im Körper und baut sich ohne Entgiftungstherapie praktisch nicht mehr ab.

Entgiftung
In der naturheilkundlichen Praxis nimmt man das Problem der schädlichen Quecksilberablagerungen im Körper ernst und bietet Unterstützung während der Amalgamentfernung und eine schonende Ausleitung an. Für die Erholung nach einer Amalgambelastung oder -vergiftung ist diese unbedingt erforderlich. Vor der Amalgamentfernung muss das meist über Jahre geschwächte Immunsystem gestärkt werden. Während der Amalgamentfernung erfolgt dann eine massive Unterstützung des Organismus, insbesondere des Immunsystems, damit der Körper vor der zusätzlichen Belastung, die sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen leider nicht vollständig vermeiden lässt, besser geschützt ist. Nach Entfernung des Amalgams erfolgt eine stufenweise Ausleitung der giftigen Schwermetalle. Diese richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten und beinhaltet u.a. die Einnahme von Stoffen, die Schwermetalle im Körper erst lösen, dann binden und so eine Ausscheidung ermöglichen. Die zusätzliche Ausleitung über Bioresonanzverfahren (Vitalfeldtherapie) sowie die unterstützende Gabe von Mineralien und Vitaminen fördern den Entgiftungsprozess und stärken das Immunsystem. Bei schweren chronischen Erkrankungen in Verbindung mit starker Amalgambelastung muss die Ausleitung sehr langsam erfolgen, um den ohnehin geschwächten Körper nicht zusätzlich zu schädigen. Bei der Behandlung von Allergikern muss eine heftige allergische Reaktion vermieden werden, indem Mineralien und Vitamine in Tablettenform oder als Infusion verabreicht werden.Wenn giftige Schwermetalle aus ihren Depots gelöst werden, gelangen sie erneut in den Blutkreislauf und können bei unkontrollierter Ausleitung im Körper zusätzlich schwere Schäden anrichten. Deshalb ist eine therapeutische Kontrolle der Entgiftungsmaßnahmen unbedingt anzuraten. Dies wird in der naturheilkundlichen Praxis konsequent verfolgt.


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