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Ausgabe Mai/Juni 2009
Waldmeister und Mädesüß

Vorgestellt von Natascha von Ganski

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Ein Heilschlaf weckt Träume und der Schmerz darf sich in Luft auflösen.

Wer einnert sich nicht gerne an den Duft frisch gemähter Wiesen an warmen Sommertagen?


Diesen angenehmen Heuduft verströmt auch das Mädesüß und der Waldmeister.
Der Name Mädesüß leitet sich von dem altnordischen “mjöd-r” ab, was “Met” heißt. So brauten sich die Germanen einen Honigwein, der die “Kopfschmerztablette” gleich mitlieferte. Hierfür verantwortlich ist der im Mädesüß enthaltene Wirkstoff Salicyl.
Für den betörenden Heuduft ist das Cumarin im Mädesüß und Waldmeister verantwortlich. Dieser Duft entfaltet sich erst während des Welkens der Blätter.
Cumarin wirkt blutgerinnungshemmend. Es hält das Blut in Fluss und beugt so Verstopfungen der kleinen Blutgefäße, vor. Das Heilen mit Pflanzen ist allerdings alles andere als “sanft” wie fälschlicherweise oft propagiert wird. Deshalb sollten Pflanzen, die Cumarine enthalten, nur kurmäßig angewendet werden!
Das Mädesüß und der Waldmeister sind ein unschlagbares Paar bei Kopfschmerzen oder Einschlafstörungen auf Grund von Stress. Sie sind ebenso hilfreich bei allgemeinen Schmerzen des Körpers. Versetzen Sie sich in Gedanken an den Ort eines Waldrandes, während Sie eine Tasse Waldmeister-Mädesüß-Tee trinken. Lassen Sie die wohltuende Wirkung dieses friedlichen Ortes auf sich wirken und träumen Sie gut. Eine weitere Möglichkeit ist der Gebrauch eines Duftkissens. Hierzu benötigen Sie einen dekorativen Baumwollstoff, den Sie mit dem getrockneten Mädesüß und dem Waldmeister füllen. Ein Stückchen Stoffrest, welches mit einem hübschen Garn zusammengeknotet wird, reicht auch. Doch Vorsicht, so wie dieses Paar Schmerzen abwenden kann, ist ein Zuviel an Genuss, kontraproduktiv. Dann nämlich kann das Cumarin des Waldmeisters bei sehr empfindsamen Menschen Kopfschmerzen auslösen. Hier gilt die alte Weisheit: ”Sola dosis fazit venenum - Die Dosis macht das Gift”.



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