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Ausgabe März/April 2009
The Journey

Eine Reise zu sich selbst

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Brandon Bays wurde weltbekannt als Wegbereiterin des Selbstheilungsprozesses The Journey, den sie aus ihrer eigenen, dramatischen persönlichen Erfahrung entwickelte. - Im Gespräch anlässlich ihres Berlin-Besuches im April.

KGS: Gestützt von Ihrer lebenslangen spirituellen Suche entdeckten Sie mit The Journey einen praktischen, einfach anzuwendenden Prozess, der die Menschen in direkten Kontakt mit ihrer Quelle und ihrer wahren Seele bringt.
Wer oder was brachte Sie auf Ihre spirituelle Suche?

B: Ich glaube, ich kam schon als wachsames Wesen auf die Welt. Ich spürte, dass etwas Erhabenes in uns allen schlummert und ich fühlte ein quälendes Verlangen danach, herauszufinden, wer und was wir sind – ein leidenschaftlicher Durst, der sich auch an der Universität nicht stillen ließ. Noch Jahre danach vertiefte ich mich in die großen spirituellen Traditionen: Buddhismus, Hinduismus, altchristlicher Mystizismus, die Wurzeln des Judentums, Vedanta usw. Später verwendete ich jeden Cent, um zu zahllosen Lehrern und erleuchteten Meistern reisen zu können. Ich versenkte mich in ihre erwachte Präsenz und wurde in eine sich stets vertiefende Erkenntnis der Wahrheit geworfen. Es war jedoch das „Geschenk“ des Tumors, dass ich endlich eine befreiende Antwort auf meine spirituelle Suche fand. Ich wurde auf die Reise geschickt: durch die Schichten der Gefühle zur Quelle – auf eine praktische, einfach anzuwendende Art, die den Zugang zur Seele ermöglicht.

Mussten Sie auf Ihrem Weg irgendwelche Opfer bringen und wie hat das Ihr Leben beeinflusst?

Weil meine leidenschaftliche Suche nach der Wahrheit so groß war, drehte sich mein ganzes Leben um spirituelles Erwachen. Aber letztlich musste ich auf materieller Ebene alles opfern, um zur Erkenntnis zu gelangen. Aufgrund ihrer eigenen Natur bringt die Freiheit alles an die Oberfläche, was noch nicht frei ist, und sagt: „Das ist willkommen, doch es ist nicht das, was du wirklich bist.“ Als der Tumor bei mir auftauchte und verschwand, war mir nicht klar, dass dies lediglich der Anfang eines lebenslangen Loslassens sein würde.
In den darauf folgenden Jahren wurde mir meine ganze Identität in der Welt, wie ich sie kannte – sogar meine Fähigkeit zu überleben – durch eine Serie von Ereignissen genommen. Unter anderem brannte unser Haus nieder, unsere Gehälter und Bankkonten wurden von der Steuerbehörde eingefroren, mein Mann teilte mir mit, dass er eine andere liebte, und unsere Tochter wollte nichts mehr mit uns zu tun haben. Ich musste bereit sein, alle Vorstellungen darüber, wer ich bin, aufzugeben, damit ich diese ewige Präsenz entdecken konnte und erkannte, dass sie meine eigentliche Essenz ist. Diese Erkenntnis war das kostbarste Geschenk meines Lebens.

Glauben Sie, wir erschaffen unsere eigene Realität?

Ich glaube, dass die Realität eine Spiegelung dessen ist, was unsere Seele jetzt am dringendsten lernen muss. Wenn wir eine Lektion lernen müssen, dann bittet unsere eigene Seele um eine Lerngelegenheit. Einmal gelernt, muss die Lektion nicht wiederholt werden. Das Leben ist eine fortwährende Spiegelung dessen, was unsere Seele als tiefsten Herzenswunsch zu lernen verlangt. Paradoxerweise können wir gleichzeitig unsere eigene Realität erschaffen und unsere Wünsche erfüllen, wenn wir zunächst klären, was uns tief innen auf unbewusster oder zellulärer Ebene zurückgehalten hat. Wenn also ein Teil von uns sagt: „Ich will in einer Villa wohnen oder diesen Traumjob haben“, aber ein anderer Teil sagt: „Das hast du nicht verdient“, dann heben sich diese Wünsche gegenseitig auf. Auf dem Fülle-Seminar wird erklärt, wie man den Journey-Prozess benutzt, um sich von diesen „stillen Saboteuren“ zu befreien, die einen in jedem Lebensbereich zurückhalten – Gesundheit, Geld, Karriere oder Beziehungen.

Was ist Ihre wichtigste Botschaft für die Welt?

Du bist immer frei! Du kannst dich dieser unendlichen, grenzenlosen Liebe, die deine wahre Natur ist, öffnen und anfangen, dein Leben von dort aus zu leben.

Brandon, vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Caryl Morgan.

www.thejourney.com


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