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Ausgabe März/April 2003
Die 5-Elemente-Ernährung

Heidrun Rüter beschreibt, welchem Element welche Organe und welche Nahrungsmittel zugeordnet werden und worauf man bei Störungen achten kann.

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Die 5-Elemente-Ernährung ist die westliche Umsetzung der chinesischen Ernährungslehre im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die fünf Elemente sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. In dieser Reihenfolge bilden sie einen Zyklus, wobei sie einander stärken, sich auslaugen, kontrollieren und sogar verdrängen können. Zu diesem Elementzyklus, bekannt auch als die Wandlungsphase der Elemente, lassen sich alle kosmischen Dinge zuordnen. So werden auch unsere Nahrungsmittel und unsere Körperorgane entsprechend der einzelnen Elemente eingeteilt. Treten Störungen in einem Element auf, kann sich das durch verschiedene Symptome bemerkbar machen, die sich anfangs in Form von leichten Beschwerden und Unwohlsein äußern.

Holz
Dem Element Holz werden die Organe Leber und Gallenblase zugeordnet, wobei die Leber für den geschmeidigen Qi-Fluss im Körper sorgt. Kurz gekochtes Gemüse, bitter schmeckende Blattsalate und Sprossen unterstützen diesen Vorgang, und Menschen mit Störungen in diesem Element sollten abends vegetarische Kost bevorzugen.

Feuer
Dem Element Feuer sind Herz und Dünndarm zugeordnet. Menschen mit Feuerüberschuss klagen über Schlafstörungen, fühlen sich gehetzt und sind ruhelos. Neben der Einschränkung des Genusses von Kaffee wird der Betreffende, bis eine Besserung eingetreten ist, auch auf alle anderen anregenden Speisen und Getränke wie z.B. Curry, Chili, Paprika, scharf gebratenes oder gegrilltes Fleisch verzichten müssen.

Erde
Das Element Erde spiegelt unsere Mitte wieder und sollte immer gestärkt werden. Die dazugehörigen Organe sind Magen und Milz, und erste Störungen machen sich in Völlegefühl und Süßgelüsten bemerkbar. Unsere einheimischen Gemüsearten wie Kartoffeln, Karotten, Lauch und Kürbis sind gute Nahrungsmittel, die, schmackhaft gekocht, hervorragend dieses Element stärken.

Metall
Störungen im Element Metall äußern sich durch häufige Erkältung und Schnupfen. Lunge und Dickdarm sind die dazugehörenden Organe und lassen sich durch deftige Eintopfgerichte und mit Gewürzen und frischem Ingwer verfeinerten Suppen stärken.

Wasser
Niere und Blase sind die Organe des Elementes Wasser. Aus der Niere kommt unsere ganze Kraft, unser Wille und die Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen. Das Element Wasser wird durch Hülsenfrüchte, Meeresgemüse und Fisch gestärkt.

In der Praxis ist die Störung in einem Element selten, denn meist sind mehrere Elemente betroffen. Genauen Aufschluss gibt ein eingehender Befund, der aus einer Befragung, dem Betrachten der Zunge und Betasten des Pulses besteht. Im Sinne der 5-Elemente-Ernährung können wir alle darauf achten, dass wir uns entsprechend der Jahreszeit und der Region ernähren und den Speiseplan gestalten. Erinnern wir uns ganz einfach, was uns gut tut, wenn wir frieren: eine warme Suppe und eine heiße Tasse Gewürz- oder Kräutertee. Dann Unmengen von grünem Tee oder gar Pfefferminztee zu trinken, ist garantiert nicht richtig. Genießen Sie diese Tees zu den warmen Jahreszeiten, denn sie kühlen auf angenehme Weise den Organismus. Zum Abschluss noch einen Tipp für den Frühling: Etwas Zitronensaft zum Essen macht die ganze Sache interessanter, schmeichelt der Leber im Element Holz und ist verdauungsfördernd.


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