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Ausgabe Januar/Februar 2003
Reise durch den Tierkreis

Die 12 Urprinzipien aus astrologischer Sicht - Teil XII

art20483
Der astrologische Tierkreis enthält in sich eine Anleitung für den Entwicklungsweg des menschlichen Wesens zur Vervollkommnung. Jedes der 12 Tierkreiszeichen symbolisiert eine Entwicklungsstufe, die logisch auf der vorhergehenden aufbaut, so dass in jedem Zeichen die Erfahrungen der vorangegangenen als Voraussetzung für einen weiteren Entwicklungsschritt ruhen. Die hier dargestellten Bilder skizzieren die reinen Urprinzipien, die sich hinter den jeweiligen Schritten verbergen und gehen nicht auf mögliche menschliche „Verzerrungen“ ein. Der zwölfte und letzte Teil der 12teiligen Reise von Haidrun Schäfer handelt im Monat Februar von dem Fischeprinzip.

Fische oder Neptun - ZEN

Das Symbol für das letzte Zeichen im Tierkreis ist der Fisch. Fische leben im Wasser. Der Ozean steht als Symbol für eine große unerforschte Welt. Stellte der Wassermann - in Anbetracht der Symbolik des Namens - die Verbindung zwischen Erde und Wasser, zwischen irdischer Realität und den unergründlichen Weiten des Meeres, zwischen Materie und Transzendenz her, so gleiten nun die Fische lautlos und ungestört durch die Sphären der Unendlichkeit.
Das Ziel der Wanderung auf dem Lehrpfad der Erkenntnis ist erreicht. Mit der Inkarnation auf der Erde wird der Mensch von seinem kosmischen Ursprung getrennt. Sein Leben lang bleibt er auf der Suche nach einem Gefühl der Zugehörigkeit, das er zu stillen versucht, indem er den Bund der Ehe schließt, eine Familie gründet, sich einem Verein oder einer Partei anschließt. Hinter all dem verbirgt sich die Sehnsucht nach dem göttlichen Gefühl der Allliebe. Am Ende der Entwicklung braucht er keinen Ehevertrag mehr, denn das Gefühl von „all-ein“ steht ihm uneingeschränkt zur Verfügung. Als Teil des gigantischen Riesen Kosmos bewegt sich der Mensch - analog wie der Fisch im Ozean - mit der Gewissheit, dass alles mit allem verbunden ist und nichts verloren geht. Auf der körperlichen Ebene sind wir gezwungen, die Polarität zu leben - ich bin entweder Frau oder Mann - aber auf der geistig-seelischen Ebene kann die Einheit wahrgenommen werden. Im Fischestadium kommt es zur Egoauflösung. Fische sind frei von persönlicher Motivation. In der Phase der Ich-Leere - das Ziel der Meditation - kann die höhere Erkenntnis empfangen werden. Aufgrund der Distanz zum eigenen Ego sind Fische sehr empfänglich für andere Menschen oder Vorgänge. Sie verfügen über ein hohes Einfühlungsvermögen. Dabei bleiben sie völlig neutral und ohne Wertung.
Die Gelassenheit der Fische ist das Ziel der Wanderung durch den Tierkreis. Der Mensch ist wahrhaft zu sich selbst gekommen und fühlt sich zugleich mit allem verbunden. Der Wandersmann lässt sich am Ende seiner Reise auf dem Gipfel nieder und blickt mit einem Gefühl von tiefem Frieden auf das sich ihm darbietende Panorama, ohne die Anordnung der Berge verändern zu wollen: Es ist wie es ist.


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