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Ausgabe Januar/Februar 2003
Reise durch den Tierkreis

Die 12 Urprinzipien aus astrologischer Sicht - Teil XI

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Der astrologische Tierkreis enthält in sich eine Anleitung für den Entwicklungsweg des menschlichen Wesens zur Vervollkommnung. Jedes der 12 Tierkreiszeichen symbolisiert eine Entwicklungsstufe, die logisch auf der vorhergehenden aufbaut, so dass in jedem Zeichen die Erfahrungen der vorangegangenen als Voraussetzung für einen weiteren Entwicklungsschritt ruhen. Die hier dargestellten Bilder skizzieren die reinen Urprinzipien, die sich hinter den jeweiligen Schritten verbergen und gehen nicht auf mögliche menschliche „Verzerrungen“ ein. Der elfte Teil der 12teiligen Reise von Haidrun Schäfer handelt im Monat Januar von dem Wassermannprinzip.

Wassermann oder Uranus - die revolutionierende Idee

Im Prinzip des Steinbocks ging es darum, Regeln aufzustellen und dafür zu sorgen, dass sie eingehalten werden, weil sie dem Schutz der Gemeinschaft dienen. Da das Leben ständigen Wandlungsprozessen unterworfen ist und auch Gesellschaftsformen sich verändern und demnach manche irdischen Gesetze von Zeit zu Zeit in Frage gestellt und geändert werden müssen, ist der nächste Schritt der des Wassermannes.
Der Wassermann symbolisiert die Revolution. Er unterwirft sich dem Gesetz der Wandlung und bricht alte Strukturen auf, um sie durch etwas Neues zu ersetzen. Dazu braucht er Ideen - und zwar außergewöhnliche Ideen. Die genialen menschlichen Schöpfungen sind alle „intuitiv“ entstanden, sei es das Werk Mozarts oder Einsteins Formel. Intuition ist eine Wahrnehmungsfähigkeit für Informationen aus einer anderen Ebene als die der rational fassbaren Realität. Es scheint eine Wirklichkeit hinter der Realität zu geben, mit der wir dank unserer Intuition in Kontakt treten können - die Schwelle zur spirituellen Welt wird überschritten.
Das uranische Prinzip lässt den Verstand links liegen und aktiviert die rechte Gehirnhälfte. Ob Erfinder oder Künstler: Die Einfälle kommen blitzartig und dienen immer dem Wohl der Gemeinschaft. Dabei ist die sich dahinter verbergende Vision zukunftsorientiert und idealistisch.
Der typische Wassermann ist Physiker und fährt mitten in der Nacht mit einer genialen Idee über Energiegewinnung in die Höhe, weckt seine neben ihm schlafende Frau, um ihr drei Stunden lang zu erklären, wie man die Kraft der Gedanken für neue Fortbewegungsmöglichkeiten nutzen könnte. Aus Liebe zu ihrem Mann hört sie ihm zu, ohne inhaltliche Zusammenhänge herstellen zu können. Auch die großen erfolgreichen Maler arbeiteten oder arbeiten mit ihrer Intuition. Ihre Hand muss in der Technik ausgebildet sein, aber die Ideen entstehen nicht aus ihrem Denken, sondern weil sie sich höheren Informationsebenen geöffnet haben.
Der Wassermann stellt seine Ideen in den Dienst der Gesellschaft. Wieder wird der Anteil des Egos ein Stückchen kleiner. Er ist von den eigenen, persönlichen Gefühlen distanziert. Das ist notwendig, um den Raum für neue Dimensionen zu schaffen. Je stärker das Ego, um so verstellter die Intuition. In der Entwicklungsphase des Wassermannes öffnet sich der Mensch der Welt des Übersinnlichen. Er möchte die höheren Ebenen des Daseins erkennen und erfassen. Sein Ziel ist es, einen Bezug zwischen Intellekt und transzendenter Welt herzustellen. Die neuen Erkenntnisse in der Physik gehen dahin, dass jede Materie nur Schwingung ist. Die Physiker treffen im Wassermann-Zeitalter mit den Mystikern zusammen: Es geht darum, Gott mathematisch zu beweisen.
Das Symbol des uranischen Prinzips ist der Vogel: Er steht noch mit zwei dünnen Beinchen auf der Erde, aber sein eigentlicher Aufenthaltsort ist der Himmel.


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