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Ausgabe Januar/Februar 2003
Algen - Chlorella, Spirulina, AFA-Alge

Über die Unterschiede - von Ernährungsberaterin Eva Wermelskirch

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Bei Algen als Nahrungsmittel wird einigen von uns doch eher mulmig: Der fischige Geruch und die wenig appetitliche Konsistenz machen sie nicht besonders attraktiv. Obwohl Sushi-Fans den Algen schon einiges mehr abgewinnen können, bleibt diese Speise umstritten, denn ein häufig zu hoher Jodgehalt, Spuren von Schwermetallen, Cadmium und Arsen - also Stoffe, die sie aus unseren teilweise stark belasteten Weltmeeren filtern - machen sie so zum Risikofaktor für unsere Gesundheit. Nützlich und unbedenklich ist die Alge lediglich in Auszügen und fungiert dann als Bindemittel oder Stabilisator in anderen Lebensmitteln. Ganz anders hingegen verhält es sich mit den blau-grünen Süßwassermikroalgen, die nicht aus dem Meer stammen und als Pulver, Drink oder Tabletten zur Nahrungsergänzung angeboten werden. Die prominentesten Vertreter sind hier Chlorella, Spirulina und die AFA-Alge. Aber für wen ist nun welche Alge die richtige?

Gemeinsamkeiten der Algen

- Algen enthalten die höchste Nährstoffdichte aller Lebensmittel überhaupt.
- Sie enthalten hochwertiges, extrem konzentriertes Eiweiß, das zudem noch optimal für den Körper verwertbar vorliegt.- Mineralien, Enzyme, Vitamine - diese Algen enthalten mehr Vitamin B 12 als Rinderleber.
- Beta-Karotine und Spurenelemente gehören zum Spektrum aller Süßwasseralgen.
- Das Chlorophyll, was Pflanzen ermöglicht, aus Sonnenlicht Energie zu gewinnen, ist ein weiterer Faktor, der Algen sehr wertvoll macht. Es ähnelt unseren roten Blutkörperchen und aktiviert die Sauerstoffaufnahme unserer gesamten Körperzellen.
Algen sind also der ideale „Zellhilfe-Trupp“: Sie reparieren Schäden, helfen beim Saubermachen und stellen speziell für Zellen und das Zellwachstum wichtige Nährstoffe zur Verfügung. Da Algen in der chinesischen Medizin zum Element Wasser gehören, unterstützen sie energetisch den Fluss unserer Gefühle, den Nieren-Blase-Meridian und können bei hitzigen Entzündungen dem Körper die nötige feinstoffliche Kühlung zukommen lassen, was bei Rheuma und Neurodermitis der Fall ist.

Unterschiede
Während die AFA-Alge ausschließlich im Klamath-See in Oregon wächst, welcher durch natürliche Quellen gespeist wird und den Algen alle kostbaren Mineralien aus Vulkangestein zur Verfügung stellt, wachsen Chlorella- und Spirulina-Algen inzwischen in Zuchtbecken. Um die Nährstoffdichte zu gewährleisten und zu ergänzen, wird teilweise „zugefüttert“, indem Nährstofflösungen in die Becken geschüttet werden. Von natürlicher Alge kann also bei Chlorella und Spirulina nicht in jedem Fall mehr gesprochen werden.

Die Vorteile der einzelnen Algen
Chlorella
Von allen Algen enthält sie mit ca. 7% das meiste Chlorophyll. Sie unterstützt damit optimal unsere Sauerstoffversorgung. Neben ihrem recht gut gemischten und dosierten Nährstoffangebot hat sie die besondere Eigenschaft, Schwermetalle in ihren Zellwänden binden zu können, und hier liegt ihre große Stärke: Bei der Ausleitung von Giftstoffen und Schwermetallen ist sie eine unersetzliche Hilfe. Speziell für Raucher ist sie die optimale Nahrungsergänzung, denn ihr Betakarotin dient als Antioxidant. Die Schwermetalle der Zigaretten werden zum Teil gebunden und ausgeleitet, und die Sauerstoffversorgung der Zellen, die durch das Rauchen erheblich reduziert wird, kann wieder angeregt werden. Zusätzlich enthält sie einen „Wachstumsfaktor“ und hat eine reinigende und im Vergleich zu den anderen Algen leicht wärmende Eigenschaft.

Spirulina
Neben der großen Nährstoffpalette hat auch diese Alge eine herausragende Eigenschaft. Bestimmte Stoffe wirken im menschlichen Körper förderlich auf die Endonucleasen, die Enzyme, die unsere DNA/RNA reparieren. So unterstützt sie effektiv die komplette Erhaltung der Funktion jeder einzelnen Zelle und kann sogar helfen, der Entartung von Zellen, wie es bei Krebs der Fall ist, vorzubeugen.Da Spirulina besonders gut Stoffe aus dem Wasser aufnehmen kann, wird sie noch häufiger als andere Algen mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert. Sie enthält dann - eigentlich artfremde - spezielle Mineralien oder Selen, was weitere Ergänzungspräparate in manchen Fällen überflüssig macht. Auf energetischer Ebene wird ihr eine erdende und körperstärkende Wirkung nachgesagt.

AFA-Alge
Ihr Nährstoffangebot ist sicher das breiteste und höchste überhaupt, begleitet von der angenehmen Tatsache, dass sie nicht, wie Chlorella und Spirulina, erhitzt wird, um von schädlichen Bakterien befreit zu werden. Der Klamath-See ist sauber und ihre Nährstoffe bleiben vollständig erhalten. Von allen Algen enthält sie weiterhin mit 68% die meisten Proteine und Germanium, ein Stoff, der wie Beta-Karotin als hochwertiges Antioxidant gilt und die Zirbeldrüse und Hypophyse anregt. Sie hat mehr ungesättigte Fettsäuren als Fischöl und enthält 2000 Enzyme. Experten erklären, sie hätte die Fähigkeit, Schwermetalle speziell aus dem Gehirn auszuleiten. Folgerichtig wird ihr eine starke Wirkung auf unser emotionales Wohlbefinden und unsere Konzentrationsfähigkeit zugeschrieben. Energetisch macht sie „leichtere Gedanken“, klärt, ermöglicht tiefere Meditation und reduziert unseren Schlafbedarf. Das leberschädigende Microcystin, was kürzlich in Algenmischpräparaten gefunden wurde, die AFA-Algen enthielten, und so Verwirrung stiftete, wurde nachweislich nicht in der AFA-Alge gefunden, sondern in den weiteren Zutaten des Präparates.
Bei all diesen verschiedenen Schwerpunkten liegt es nahe, dass wir zu bestimmten Zeiten und für besondere Zwecke eine Alge besonders benötigen, wobei auch eine Mischung möglich ist. Welche Algensorte bei welcher Dosierung für uns speziell oder für die unterstützende Wirkung unseres Körpers die richtige ist, findet man am besten mit einem erfahrenen Ernährungsberater heraus.


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