aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe Juli/August 2002
Die Reise ins Herz

Tibetan Pulsing Yoga

art18161
Der Mensch speichert jedes Erlebnis als elektrischen Impuls im Nervensystem. Die negativen können zu Blockaden führen, über die man sich in der Regel nicht bewusst ist. Tibetan Pulsing Yoga nutzt die bio-elektrische Energie, um von diesen Blockaden zu befreien und einen Zustand tiefer Entspannung zu erreichen. Nirmala Müller führt genauer in die Hintergründe zu Tibetan Pulsing Yoga ein.

Kennen Sie diese kleinen gelben Spielzeugküken, die piepsen, wenn man sie in die Hand nimmt? Der Trick ist, dass sie auf der Unterseite eine Platine haben und ein Stromkreislauf geschlossen wird, wenn man sie mit beiden Händen berührt.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Kreis und halten sich mit Ihren Nachbarn an der Hand, zwei Menschen im Kreis stellen den Kontakt zum Küken her: Es wird fröhlich drauflos piepsen. Lassen Sie nun die Hand Ihres Nachbarn los. Das Küken hört auf zu piepsen – klar, der Stromkreislauf ist ja unterbrochen.
Nun tippen Sie mal Ihrem Nachbarn auf die Nase oder berühren sein Knie oder seinen Rücken, egal wo, das Küken wird wieder anfangen zu piepsen. Egal, wo wir den anderen berühren, egal, ob direkt auf der Haut oder durch die Kleider hindurch, es fließt ein elektrischer Strom von einem Körper zum anderen. Das ist die Energie, mit der wir im Tibetan Pulsing arbeiten.

24 Energiekreise des Körpers
Tibetan Pulsing Yoga setzt am bio-elektrischen System unseres Körpers mit seinen 24 verschiedenen Energiekreisen an. Jeder dieser Energiekreise hat seine Entsprechung in körperlichen, emotionalen und geistigen Qualitäten und jeder schwingt in seiner eigenen Frequenz. Jeder dieser Energiekreise ist über bestimmte Punkte am physischen Körper und über Farben und Töne in seiner Frequenz zu erreichen.
Alles, was wir in unserem Leben erfahren, wird als elektrischer Impuls in unserem Nervensystem gespeichert - und kein Mensch wächst ohne Schock oder Traumata auf. All diese Erlebnisse sind in unserem Nervensystem als bio-elektrische Informationen gespeichert. Ein Schock, soeben oder vor vielen Jahren erlebt, blockiert unser klares Denken - eine hinderliche Überzeugung entsteht. So wird einer zum Duckmäuser, weil ihm der Weg zu seinem Heldenmut durch ein Trauma blockiert ist, oder ein anderer spielt mit Selbstmordgedanken, weil eine alte elektrische Information in seinem Biocomputer ihn nichts Positives an einer Veränderung fühlen lassen kann. Oft wissen wir gar nicht mehr, warum wir so denken, oder wir erinnern uns an das traumatische Erlebnis und resignieren bei der Wucht der Erinnerung. In beiden Fällen erscheint uns der Lauf der Dinge im Allgemeinen und unser Leiden im Besonderen als unabänderlich. In Wirklichkeit steckt eine alte Information als negative elektrische Ladung in uns fest und hindert uns am Glücklichsein.

Balance des Energiekreises
Tibetan Pulsing Yoga erreicht diese Blockaden nicht über den Verstand, den Willen oder Körperübungen, sondern mit dem Herzen. Das ist wörtlich zu verstehen. Wir nehmen Kontakt mit speziellen Punkten am Körper des anderen auf, spüren den Pulsschlag dort und lassen ihn in Stille durch unser eigenes Herz fließen. Im Rahmen der Gruppe werden wir dabei durch die Gruppenenergie unterstützt und geschützt, und getragen von Musik, die auf die Schwingung des Energiekreises abgestimmt ist. Durch die Zufuhr von Energie wird der Stromkreis ausbalanciert, und in der daraus resultierenden tiefen Entspannung ist es möglich, wieder zu Hause bei sich selbst anzukommen. Die Wahrnehmung wird gleichermaßen entspannt und wach, dadurch kann der innere Beobachter wachsen.
Kommen Bilder oder vergessene Gefühle hoch, werden sie nun wie ein Film und ohne die Wucht der emotionalen Identifikation wahrgenommen. Oft unbemerkt und unspektakulär schmelzen Ängste und vereiste Wut, und manch einer mag sich über sein vermehrtes Wohlbefinden und seine gesteigerte Vitalität wundern.
Die ursprünglich negative Ladung steht uns nach ihrer Entspannung als Potential zur Verfügung, und mit der gewachsenen Fähigkeit zu beobachten kann nun die Wahl getroffen werden, diese Kraft im Positiven zu nutzen: So mag sich der Angsthase nun zum Beispiel lieber für seine Courage entscheiden, der Depressive fühlt seine innere Stärke und mag vielleicht eine Veränderung in seinem Leben riskieren. So betrachtet gewinnen unsere Leidens- und behindernden Lebensmuster eine ganz neue Qualität, und es ist spannend, die in ihnen steckende Energie zu befreien und zu nutzen!
Im September beginnt eine offene Abendgruppe zur Einführung in die Praxis des Tibetan Pulsing Yoga. An jedem Abend werden wir einen anderen der 24 Energiekreise kennen lernen, so dass jeder Abend in sich abgeschlossen ist und ohne Vorkenntnisse besucht werden kann. In ihrer Gesamtheit vermitteln diese Abende einen umfassenden ersten Eindruck von dieser spannenden und Energie spendenden Arbeit und ermöglichen den Teilnehmern, die Übungen auch nach der Gruppe untereinander auszutauschen.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.