aktuelle Seite: ARCHIV   
Jahr:
2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 |

Ausgabe März/April 2003
Heilkraft der Stimme - Die Nada Brahma-Sonologie

Nada brahma - der “göttlich schöpferische Stimmklang” von Renate Krienitz.

art17
Nada brahma
“Nada brahma” - “Am Anfang war das Wort” - “Am Anfang war Klang”: So steht es in vielen alten Weisheitsbüchern und die Schöpfungslegenden vieler Völker erzählen davon, wie die Welt aus Klang entstanden ist. Die grundlegende Struktur des Universums ist eine Klangstruktur. Auch die moderne Physik beweist, dass alles, auch die Materie, Schwingung ist. Wenn alles Klang oder Schwingung ist, dann auch der Mensch.

Am unmittelbarsten erfahren wir Klang durch unsere Stimme, die Ausdruck unseres innersten Wesens ist. Die tiefere Bedeutung des Terminus nada brahma führt uns zu den beiden mantrischen Silben “na” und “da”, die für die lebenspendende Atemluft (prana) und für die lebenserhaltende Hitze (agni=Feuer) im Körper stehen. Die Vereinigung dieser beiden Elemente, Luft und Feuer, erzeugt nada oder den Stimmklang im menschlichen Körper. Brahma, das schöpferische kosmische Prinzip, ist die Kraft, die sich unseres Bewusstseins bedient, um das Lebensfeuer zu entzünden. So können wir den Begriff nada brahma gleichsetzen mit “göttlich schöpferischer Stimmklang”. Kabir, ein persischer Dichter, sagt: “Nada befindet sich in deinem Inneren. Es ist eine Musik ohne Saiten, die in deinem Körper spielt.”

Der individuelle Grundton
In der Nada Brahma Sonologie geht es um unseren Stimmklang und um das Fühlen von Tönen in unserem Körper. Zunächst einmal geht es aber um einen ganz bestimmten Ton unserer Stimme, den individuellen Grundton. Viel ist über diesen besonderen Ton geschrieben worden, sowohl in den alten vedischen Schriften als auch in neuerer Zeit. Nach langen Jahren der Meditation soll man ihn innerlich hören können: Keyserling, Religionsphilosoph in Wien, fasst ihn als “Ruf aus der Tiefe” auf und Hazrat Inayat Khan, ein Sufi-Meister, sagt über den Grundton: “Ein Mensch, der den Grundton seiner Stimme gefunden hat, hat auch den Schlüssel zu seinem Leben gefunden. Das wunderbarste an der Stimme ist, dass man an ihr nicht nur den Charakter, sondern auch die Entwicklung eines Menschen erkennen kann. Sein wahres Wesen drückt sich in seiner Sprechstimme aus.”

Der verborgene Schlüssel zur Selbsterkenntnis
Dank der Forschungsarbeiten des Musikers Vemu Mukunda, Begründer der Nada Brahma-Sonologie, kann der persönliche Grundton schnell und einfach ermittelt werden. Jeder Grundton sagt etwas über die Veranlagungen, die positiven Fähigkeiten, aber auch über die Schwächen eines Menschen aus. Jeder Grundton verfügt über eine bestimmte Charakteristik und das Tönen mit seinem individuellen Grundton hilft dem Menschen, sein ganzes Potential zu leben, in seine Kraft und Freude zu kommen und innerere Harmonie zu erreichen. Der persönliche Grundton ist so etwas wie ein verborgener Schlüssel zur Selbsterkenntnis.

Vemu Mukundas Forschungen
Vemu Mukunda erforschte jahrelang die Energien von sprachlichen und musikalischen Klängen sowie ihre Wirkungen auf Körper und Geist des Menschen. Seine Forschungen zeigten ihm, dass der Mensch nicht nur einen Grundton hat, sondern der ganze Körper in drei Oktaven unterschiedlicher Intensität schwingt. Jeder Ton dieser Oktaven hat seine besondere Bedeutung und kann zur Stärkung und Gesunderhaltung des Körpers speziell eingesetzt werden. Überdies wird bei den Ton-Stimm-Übungen, die Vemu Mukunda entwickelt hat, die feinstoffliche Pranaebene berührt; allein durch das Tönen des Grundtons werden 72.000 sogenannte nadis, die feinstofflichen Nervenbahnen, in Schwingung versetzt.
Viele Übungen stehen den Sonologen, die Vemu Mukunda in verschiedenen Ländern ausgebildet hat, zur Verfügung: einfaches Tönen, die Grundtonübung, Klatschen von Rhythmen, Singen von Tonskalen, Visualisierungen, mentales Singen, Mantra-Singen und Improvisationen. Für diese Arbeit sind weder musikalische Kenntnisse nötig noch muss man über eine besonders ausgebildete Singstimme verfügen.


Weitere Informationen werden im Archiv nicht angezeigt.