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Ausgabe März/April 2002
Hilfe - mein Rücken tut weh!

Einführung in die energetische Medizin Wilhelm Reichs von Heike Buhl - Seminar -

art14924
Unser vegetatives Nervensystem reguliert die Funktion aller inneren Organe - je nach Tageszeit und äußeren Bedingungen stellt es den Körper eher auf Stress und Aktivität oder auf Entspannung und Verdauung ein. Beide Funktionen sind gleichermaßen wichtig für ein gesundes Funktionieren unseres Organismus, aber in unserer leistungs- und stressbetonten Zivilisation diktiert meist chronische Anspannung unser Leben, was sich negativ auf die inneren Organe auswirkt und sich dann in Beschwerden bemerkbar macht, bei denen der Arzt organisch „nichts finden“ kann. Diese so genannte „vegetative Labilität“ ist häufig die Ursache von Kopf- oder Rückenschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Bauchkrämpfen, Magendruck, Schlaflosigkeit oder Abgeschlagenheit. Aus der vegetativen Störung können sich aber auch konkrete körperliche oder psychische Erkrankungen wie Hexenschuss, Migräne, Asthma, Magengeschwüre, Hauterkrankungen oder Depressionen entwickeln.

Die Orgonmedizin des Arztes und Psychoanalytikers Wilhelm Reich hat zum Ziel, die gesunde Ausgewogenheit bzw. Pulsation des vegetativen Nervensystems wieder herzustellen. Sie geht dabei von der Existenz einer den gesamten Organismus durchdringenden Lebensenergie - „Orgon“ - aus, die durch emotionale Belastung und chronische Muskelverspannung - wie z.B. durch Stress am Arbeitsplatz oder in der Familie - in ihrem ungestörten Fließen behindert, durch gezielte Berührung, vertiefte Atmung und Massage aber wieder befreit werden kann.

Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen

Chronische muskuläre Verspannungen entwickeln sich meist schon in der Kindheit, wenn wir lernen, unseren Eltern zuliebe unsere Gefühle zu unterdrücken: Wir üben Selbstbeherrschung und erstarren dabei im wahrsten Sinne. Auch im späteren Leben tauchen immer wieder Situationen auf, in denen wir unsere Gefühle abwehren müssen: Wir haben Angst vor Misserfolg, unterdrücken unseren Ärger oder schlucken die Tränen herunter. Unsere emotionalen Reaktionen kontrollieren wir größtenteils völlig unbewusst und automatisch durch Verstärkung der Muskelanspannung, bis diese auf Nervenbahnen drücken und dadurch starke ausstrahlende Schmerzen verursachen können - z. B. den Hexenschuss oder das Schulter-Arm-Syndrom. Die Schulmedizin kann hier lediglich akute Symptome lindern, aber keine Heilung anregen; nur eine tiefe Umstimmung der psycho-vegetativen Ausgangslage kann die chronischen Blockaden lösen.

Verborgene Emotionen

Die im Rücken gehaltenen Emotionen sind sehr unterschiedlicher Natur. Im Volksmund spricht man bei steifem Nacken von „Hartnäckigkeit“; dahinter können sich Kontrollbedürfnis, Wut und Trotz verbergen, aber auch die Angst sitzt sprichwörtlich im Nacken und lässt uns den „Kopf einziehen“. In den Schultern wird der Impuls zu Schlagen kontrolliert, aber auch Sehnsucht danach, jemanden „in den Arm“ zu nehmen. Der steife Rücken steht für eine innere Haltung, in der „Rückgrat“ und Durchhaltevermögen „bis zum Umfallen“ gezeigt werden. Aggressionen werden v.a. im unteren Rückenbereich blockiert; hier drückt sich aber auch der Wunsch nach Unterstützung, nach „Rückendeckung“, nach Weichheit und Hingabe aus.

Orgonmedizin

In der Orgonmedizin werden die chronischen Muskelanspannungen mit sanfter Energiearbeit, z. B über Druckpunkte in Muskeln, Sehnen und Bindegewebe, aufgelöst. Der Patient lernt, auf vorsichtige Art Kontakt zu seinen bisher zurückgehaltenen Gefühlen aufzunehmen und hat auch Gelegenheit, sie im geschützten therapeutischen Raum auszudrücken. Die ständige Anspannung kostet uns viel Lebenskraft und Energie; wird sie aufgelöst, findet der Patient zu seiner inneren Kraft und Lebendigkeit zurück. Wohlige Entspannung, Strömungsempfinden, Wärme und innere Ruhe treten ein, die Muskeln werden wieder schmerzfrei und warm durchblutet. Unterstützende Gespräche helfen, den Umgang mit emotionalen Stressfaktoren im Alltag besser zu bewältigen und tiefe innere Prozesse kommen in Gang, die Körper und Psyche beeinflussen. Bei der Behandlung in der Orgonmedizin wird also nichts Fremdes in den Körper hineingegeben - so auch keine Medikamente - vielmehr werden emotionale Blockaden aufgelöst und die vorhandenen Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert, damit der Körper sich selber - von innen heraus - heilen kann.


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