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Ausgabe Januar/Februar 2002
Lachen ist die beste Medizin - mit Mia von Waldenfels

Lachkurse - Lachend in das Jahr 2002

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Der Beginn eines neuen Jahres ist für viele Menschen eine Zeit der Rückschau und der Besinnung. Was habe ich mit dem vergangenen Jahr gemacht? War es ein glückliches Jahr oder doch eher ein unglückliches Jahr? Habe ich meine Zeit genutzt? Bin ich den Zielen, die mir wichtig sind, näher gekommen?

Wie auch immer die Antwort im Einzelnen ausfällt, selten wird sie lauten: Das Jahr ist zu meiner vollen und ganzen Zufriedenheit verlaufen, ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte, und glücklich bin ich obendrein. Nein, meist ist die Bilanz bestenfalls eine gemischte: Manches ist gelungen, manches aber auch vollkommen misslungen. Bei aller Zufriedenheit bleibt doch ein großer Rest Unzufriedenheit, und mit einer gewissen Beklemmung fragt sich mancher, ob sich das denn jemals ändern wird – denn auch im Jahr davor, und dem davor, und allen anderen auch, war Unzufriedenheit verblieben, und das Gefühl: Es gibt noch viel zu tun.

Doch vielleicht liegt das Problem nicht darin, ob wir nun ein Ziel erreichen oder nicht, sondern es liegt in der Unzufriedenheit selber, oder, genauer gesagt, in unserer Anhaftung an die Unzufriedenheit. Wäre es nicht befreiend, wir könnten, anstatt uns den Kopf zu zermartern oder uns deprimiert in unsere Niederlage zu fügen – einfach in ein herzhaftes Lachen ausbrechen, ein vollkommen grundloses, alle Lasten von sich werfendes, sich der Absurdität und Komplexität des Daseins rückhaltlos in die Arme werfendes Lachen?!

Dr. Madan Kataria, ein indischer Arzt, hat aus dem Yoga heraus bestimmte Lachübungen entwickelt, die sich inzwischen auf der ganzen Welt ausgebreitet haben. Sie sind für jeden Neuling innerhalb weniger Minuten zu lernen, und in den Parks New Delhis, Sidneys, New Yorks finden sich jeden Morgen immer mehr Menschen zusammen, die einfach für eine halbe, für eine ganze Stunde miteinander lachen, und danach befreiten Herzens zu ihrer Arbeit gehen.

Nicht nur der Seele, auch dem Körper tut das Lachen gut; es ist die beste Medizin, wie schon der Volksmund sagt. Lachforscher, so genannte Gelotologen - von griechisch: gelos, das Lachen - haben in umfangreichen Untersuchungen herausgefunden, “dass keine Diät und auch keine Medizin (…) das Herz so gut in Schuss hält wie Humor und häufiges Lachen” (dpa). Körpereigene Endorphine werden ausgeschüttet, unzählige Muskeln werden aktiviert. US-Forscher wiesen in einer Studie mit dreihundert Männern und Frauen nach: Jene, die gern und oft lachen, waren nur etwa halb so gefährdet, einen Herzinfarkt zu erleiden, wie ernster veranlagte Persönlichkeiten.

Stellen wir uns jemanden vor, der verbissen sein Ziel verfolgt: Die Schultern sind hochgezogen, die Kiefer pressen sich aufeinander, die Augen sind zu Schlitzen verengt. Und setzen wir nun das Bild eines Menschen daneben, der sich vor Lachen kaum noch auf den Beinen halten kann…

Auch das Jahr 2002 wird vergehen; der 31. Dezember wird kommen; die Sektkorken werden knallen; die Feuerwerke am Himmel explodieren… Wäre es da nicht schön, wir könnten sagen: Ich habe dieses Jahr nicht alles erreicht, was ich erreichen wollte – aber, du meine Güte!, ich habe viel gelacht!!

Im Jahre 2002 mehrtägige Lachseminare auf Mallorca und in Deutschland


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