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Ausgabe November/Dezember 2001
Trance und Geistheilung - mit Ilse Korte

Vortrag und Seminar - „Todeswissen ist Heilung für die Lebenden“

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Charakteristisch für Schamanen in aller Welt ist die Fähigkeit, sich mit Geistern in Verbindung zu setzen und heilen zu können. Schamanen sind hellsichtig und besitzen zumeist ein umfassendes Wissen über Pflanzen und Tiere sowie die Welten der Seele. Im Folgenden berichtet Ilse Korte über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem brasilianischen Schamanismus. Sie zeigt die nutzbringenden Impulse des heilsamen schamanischen Wissens innerhalb unserer Lebenszusammenhänge.

In Brasilien gibt es eine große christliche Gemeinschaft - die Kardecisten -, deren zentrales Anliegen die spirituelle Entwicklung des Menschen und in Verbindung damit das geistige und mediale Heilen ist. Sie benutzen dabei eine Form, die im westlichen Europa mit den Hexenverbrennungen verloren gegangen ist: das schamanistische Heilen angesichts der geistigen Welt, bzw. der Geisterwelt, mit der sich Schamanen bewusst verbinden können.

Die brasilianischen Christen - und nicht nur sie - betrachten es als einen guten Weg für spirituelles Wachstum, sich den höheren geistigen Kräften als Heiler, wann immer sich eine Gelegenheit dazu ergibt, zur Verfügung zu stellen - und damit auch die eigene Gesundheit zu fördern. Ihre besonderen medialen Heilverfahren beruhen auf folgenden Annahmen:

Der Mensch stirbt nicht; seine Seele tritt mit der Geburt lediglich in die Welt der materiellen Erscheinungen ein, die er/sie beim Tod wieder verlässt.

Das Leben auf dieser Erde mit seinen Leiden dient der Evolution des Bewusstseins; dabei kommt das karmische Gesetz zur Geltung.

Das Ziel der Entwicklung ist individuell die Erlangung des reinen Bewusstseins und universell die Erlösung von Menschheit und Natur von den Verdunklungen des Geistes.

Die Liebe zu Gott ist gleichbedeutend mit der Liebe zu sich selbst wie zum Nächsten. Liebe, Mitgefühl und ein ethisches Leben sind das Vehikel zur Fortentwicklung.

Der/die HeilerIn ist der Kanal für die heilenden Energien, die der höchsten geistigen Ebene entstammen; das Medium ist die Brücke zur Geisterwelt.


Nachtodliche Probleme und ihre Lösung

Menschen, die nie gehört haben, dass das Bewusstsein nach dem Tod erhalten bleibt, können als westlich „aufgeklärte“ Geister nach ihrem Ableben oft nicht realisieren, dass sie gestorben sind. Ihren Weg ins Licht nicht findend, irren sie in der Erdsphäre umher. Solche leidenden Geister, auch arme Seelen genannt, können sich - beabsichtigt oder unbeabsichtigt - in der Aura von Lebenden einnisten, d.h. diese „besetzen“, um durch sie hindurch zu leben. Dabei können sie ihren unfreiwilligen Wirten physisch und psychisch schaden, indem sie ihnen nicht nur Energien entziehen, sondern auch jede Therapie zum Scheitern bringen, die nicht am Phänomen der Besetzung ansetzt. Diese leidenden Geister können erlöst und ins Licht geführt und damit die von ihnen Betroffenen von Leiden befreit werden. Die Kardecisten erreichen dies mit den von ihrem Lehrer Allan Kardec (Frankreich 1804-1869) entwickelten mediumistischen Heilweisen, die auch bei uns seit 1983 unterrichtet werden und auch in unserem Kulturkreis ihre Wirkung nicht verfehlen.


Die Arbeit mit Medien

Diese spezielle schamanische Methode besteht darin, dass die besetzenden Geistwesen von der befallenen Person auf so genannte geschulte Inkorporationsmedien übertragen werden. Das ermöglicht dem Heiler, mit ihnen zu sprechen, sie über ihren wahren Zustand und ihre neuen Möglichkeiten aufzuklären und ihnen zu helfen, den Weg ins Licht zu finden.

Traumatische Erfahrungen aus früheren Leben können in gleicher Weise über Inkorporationsmedien bewusst gemacht und aufgelöst werden. Da es in der geistigen Welt weder Raum noch Zeit nach unseren Vorstellungen gibt, ist bei dieser Art des medialen Heilens die physische Anwesenheit der PatientInnen nicht erforderlich. Von diesen wird allerdings erwartet, dass sie nach dem Ablösungsvorgang an sich selbst arbeiten; es wird erklärt und gezeigt, was sie für das eigene Wohlbefinden tun, und wie sie mit ihrer Heilerfahrung auch anderen helfen können.

Die Kardecisten sind davon überzeugt, dass jeder, der sich auf den spirituellen Weg begibt, damit auch Heilkräfte aktiviert: zuerst in sich selbst, aber auch in seiner Umgebung. Die Energie- bzw. Lichtarbeit ist daher wesentlicher Bestandteil in ihrem Lehrsystem - und damit auch Inhalt der von Ilse Korte geleiteten Seminare zu Theorie und Praxis des schamanischen Heilens.



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